Nach einer rund dreijährigen Bauphase hat das Hotel Schillerhof in Weimar seine Türen wieder geöffnet. Das Boutiquehotel in der Fußgängerzone will seinen Gästen unter anderem einen Konzept-Mix aus moderner Ausstattung und klassizistischen Akzenten bieten.
Bereits von außen soll die Architektur des Hotels Schillerhof durch ihren Hybrid-Charakter hervorstechen. Die unter Denkmalschutz stehende und restaurierte neobarocke Fassade geht in einen modernen Neubau mit einer aufwendigen Dachkonstruktion über. Auch in der Innenausstattung zieht sich dieser stilistische Ansatz durch alle Räumlichkeiten – in 102 Gästezimmern, der hauseigenen Bar und auf der Dachterrasse treffen immer wieder minimalistische Stilelemente auf historische Details.
Millionenbetrag investiert
Insgesamt wurde in die Erweiterung, Sanierung und Restaurierung des Denkmalensembles nach Hotelangaben ein hoher zweistelliger Millionenbetrag investiert. Betreiber des Hauses ist die Clipper Hotel & Boardinghouse GmbH, die Hospitality-Marke des Hamburger Projektentwicklers und Asset Managers B&L Gruppe.
"Wer Weimar besucht, begibt sich auf eine gewisse Art und Weise auch immer auf eine Reise in eine andere Zeit – dieses Gefühl greifen wir vereinzelt in unserem Hotel auf, bieten allen Gästen aber vor allem hochmoderne Ausstattungsstandards und bestmögliche Serviceleistungen", so Hotelmanagerin Teresa Baier, die zuvor für das Comfort Hotel Weimar sowie das Best Western Premier Grand Hotel Russischer Hof Weimar tätig war.
Herausforderungen bei Restaurierung
Das ursprünglich 1835 errichtete Bürgerhaus befindet sich in zentraler Lage in der Weimarer Fußgängerzone gegenüber des Schillerhauses. Vor dem Um- und Ausbau wurde das Gebäude durch die Hamburger B&L Gruppe vollständig modernisiert und erweitert. "Eine besondere Herausforderung war dabei die umfassende Restaurierung einer Fassade, die noch aus dem Jahre 1897 stammt. Die Kombination eines innerstädtischen Neubaus mit Denkmalschutz ist für den Bauherren immer etwas ganz Besonderes, macht das Projekt aber dementsprechend auch zu einem Unikat", so Nathalie Büll-Testorp, CEO der Clipper Boardinghouse GmbH & Co. KG. Der Fassadenentwurf und die hotelfachliche Planung stammen von dem Hamburger Büro Prasch Buken Partner Architekten.
Im Hotelfoyer ziert originaler Stuck aus dem ursprünglichen Gründerzeitbau die Decken, kannelierte Säulen ragen aus den Böden hervor und Akzente in glänzendem Messing oder Kunststein sollen die rund um die Uhr besetzte Rezeption in Szene setzen. Alle Zimmer und Suiten verfügen über ein Badezimmer mit Schwarz-Weiß-Dekor und einer Regendusche. Für die gesamte Innenarchitektur wurde das Hamburger Unternehmen Claussen + Matthiesen PartnG beauftragt.
Im Erdgeschoss befindet sich eine hauseigene Bar, die rund 40 ausgewählte Gin-Sorten, ein hauseigenes Schiller-Bier sowie eine Vielfalt an Longdrinks, Cocktails und alkoholfreien Variationen anbietet. Auf insgesamt 72 Sitzplätzen sollen hier nicht nur Hotelgäste, sondern auch Einheimische willkommen geheißen werden.