Das All-Suiten-Haus Palais Kayser in Traben-Trarbach, Rheinland-Pfalz, ist eröffnet. Entwickelt und realisiert wurde das Innendesign von K plus Konzept. Neben dem Jugendstilhotel Bellevue und dem Moselschlösschen ist das Palais der dritte Betriebstyp des Hoteliers Matthias Ganter. Zehn unterschiedlich gestaltete Suiten sollen den Gast zurück an den Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts bringen.
Das Palais Kayser ist ein neu erbautes Gebäude mit historisierenden Elementen. Es umfasst zehn Suiten zwischen 70 und 170 Quadratmetern, alle mit Moselblick und Balkon. Jede Etage ist in einer anderen Farbfamilie gestaltet, die an die Zeit der Belle Époque erinnern soll. Benannt ist das Palais nach dem Weingroßhändler und Weingutbesitzer Julius Kayser, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts Kontakte zu Menschen aus Wirtschaft, Kunst und Literatur pflegte und aus Traben-Trarbach kam. Das Grundstück erwarb Matthias Ganter, Bauherr, Hotelier und Geschäftsführer des Romantik Jugendstilhotel Bellevue in Traben-Trarbach, von der Weinhändlerfamilie Julius Kayser.
Zehn individuelle Suiten
Das All-Suiten Haus soll insbesondere auch jüngere Zielgruppen ansprechen. Nach eigenen Angaben bietet die Ausstattung jeder der zehn Suiten einen Einblick in ein gesellschaftlich relevantes Thema aus der Zeit der Jahrhundertwende, übersetzt auf den Stil der Gegenwart und die Ansprüche an einen Gästebetrieb von heute. "Menschen mögen die Vielfalt und sie lieben Geschichten", so Ganter.

So begegnen Gäste im "Kunstkabinett" der Malerin Frida Kahlo – in Form einer Büste. Das "Architekturkabinett" ist Bruno Möhring gewidmet, einem Berliner Architekten mit dem Kayser befreundet war. Im "Musikkabinett" steht ein Klavier und das "Literaturkabinett" umfasst alte Werke der Schriftstellerfreunde Kaysers bis hin zu aktuellen Themen der Literatur. Ein expressives Gemälde im "Wanderkabinett" soll an das bekannte Karomuster der Marke Burberry erinnern, die für ihren Outdoor-Look bekannt ist und Anfang des 20. Jahrhunderts international expandierte. In der Penthouse-Suite "Weltfahrt" soll hingegen vieles an die Pioniere der Luftfahrt und die erste Weltfahrt des Luftschiffs Graf Zeppelin im Jahr 1929 erinnern.
Die Ausstattung
In allen Räumen ist Parkettboden in Fischgrat verlegt, die Wände sind mit Strukturwänden und Kassettierungen. Die großformatigen Gemälde in allen Suiten stammen von dem Freiburger Künstler Uli Hack. Waschtische in Marmor-Optik in den Bädern sollen Gäste zudem auf die Zeit nach der Jahrhundertwende einstimmen. "Stylish und individuell schlägt es mit Fingerspitzengefühl und Designwissen ein neues Kapitel im Hoteldesign in einer traditionellen deutschen Urlaubsgegend auf ohne die historischen oder regionalen Wurzeln zu kappen", so Markus Kratz, Geschäftsführer der beauftragten Architekturfirma K plus Konzept.