Die Serviced-Apartment-Marke Stayery setzte ihren Wachstumskurs im vergangenen Jahr fort. Neben den bereits eröffneten 211 Apartments umfasst die gesicherte Projektpipeline aktuell rund 850 Apartments. Das bedeutet nach Unternehmensangaben einen Zuwachs von 70 Prozent gegenüber Anfang 2021.
In den kommenden zwölf Monaten sollen neue Stayerys in Frankfurt, Köln, Wolfsburg und Mönchengladbach eröffnen. "Das Opening für unser 139-Apartment-Haus in Frankfurt-Sachsenhausen ist für März geplant", sagt Geschäftsführer Hannibal DuMont Schütte. "Es folgt voraussichtlich im April die neue Stayery in Köln und in der zweiten Jahreshälfte, als unsere erste Hotelumnutzung, ein Haus in Wolfsburg mit 48 Apartments."
Weitere Expansion
Das Unternehmen will auch in diesem Jahr weiter expandieren und fokussiert sich dabei auf Bedürfnisse von Reisenden, die ein Apartment für längere Aufenthalte nutzen wollen. "Die Kombination aus unseren Apartments mit Kitchenette und zusätzlichen Gemeinschaftsflächen bietet unseren Gästen den optimalen Mix aus komfortabler Privatsphäre und der Möglichkeit, Anschluss in einer fremden Stadt zu finden", sagt DuMont Schütte.
Neben der Anmietung von Neubauprojekten seien insbesondere Hotels ab einer Größenordnung von 65 Zimmern und mit Zimmergrößen ab 20 Quadratmeter, die einer neuen Nutzung zugeführt werden sollen, für den Kapazitätsausbau interessant. "Darüber hinaus können wir uns gut vorstellen, in Projektentwicklungen einzusteigen, die ursprünglich als Hotel geplant waren und diese auf unser Longstay-Konzept zu adaptieren“, sagt der Geschäftsführer.
Maßgeblich vorangetrieben wird die Standorterschließung laut Unternehmen von Jan Winterhoff. Der 37-jährige Hotelentwicklungsexperte wechselte im September von der GBI Holding AG. "Mit unserem neuen Head of Real Estate Expansion wollen wir unsere Expansionstätigkeit weiter forcieren. Dabei sind aufgrund von Angebot, potenzieller Nutzernachfrage und Preisgestaltung die urbanen Lagen vieler B- und C-Städte zunehmend in unserem Fokus", so DuMont Schütte.
Stayery geht davon aus, dass die Transformation bei den urbanen Beherbergungsangeboten durch die Coronakrise maßgeblich beschleunigt wird, dass Unternehmen neue Kundenkreise erschließen und der Serviced-Apartment-Bereich 2022 deutlich an Anteilen bei den Übernachtungen gewinnen wird.