20 Jahre Gastro VisionGründer Klaus Klische im Tophotel-Interview

Die Gastro Vision feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen. Klaus Klische, Gründer und Veranstalter des Branchentreffs, erzählt im Interview von den Anfängen, besonders kuriosen Trends und berichtet, was 2019 geboten ist.

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Herr Klische, wie ist die Gastro Vision 1999 entstanden?

Eigentlich eher spontan. Wir wollten uns mit unserem Unternehmen Fresh Factory auf der Internorga präsentieren. Leider gab es dort keinen Platz mehr, und so entschlossen wir kurzerhand, unsere eigene kleine Messe an den Start zu bringen. 1999 starteten wir im Hotel Hafen Hamburg mit 13 Ausstellern in nur einem Raum. Die Gastro Vision war erfolgreich – und so gingen wir in den Folgejahren immer wieder an den Start.

Wie hat sich die Gastro Vision seit 1999 entwickelt?

Mit zunehmender Erfahrung wurde die Gastro Vision immer professioneller, wir mussten in kurzer Zeit ziemlich viel lernen, um eine immer neue und noch bessere Veranstaltung als im Vorjahr auf die Beine zu stellen. Es hat funktioniert – immer mehr Aussteller präsentierten sich auf unserem Branchentreff. Das kleinere, exklusivere und entspannte Ambiente kam und kommt an. 2008 haben wir dann einen großen Schritt gemacht und sind vom Hotel Hafen Hamburg ins Empire Riverside Hotel umgezogen, das bot und bietet uns ganz neue Möglichkeiten der Präsentation. Denn kurz darauf sind wir mit den Themenräumen gestartet, die heute ein wesentliches Merkmal der Gastro Vision sind. Seitdem sind immer wieder neue Bereiche entstanden, bestehende modifiziert oder auch mal eingestampft worden. Im Grunde zeigen wir auf der Gastro Vision ein Spiegelbild des Marktes. Das Herz unserer Veranstaltung ist heute die “Stage of Taste”, auf der an allen Tagen bekannte Köche, Barkeeper und Patissiers die Bühne rocken – Kochen, mixen und Kreieren ohne Tabus ist das Motto.

Aus welchen Branchen kommen die Besucher?

Unsere Besucher kommen vor allem aus Hotellerie, Gastronomie und Catering. Auf der Gastro Vision galt von Anfang an: Hier spricht der Chef mit dem Chef. Wir achten darauf, dass bei uns die Besucher auf Entscheiderebene zusammenkommen. So können direkt vor Ort Geschäfte getätigt, Kooperationen vereinbart und vor allem gute Gespräche geführt werden. Und das in entspannter Atmosphäre.

Was ist bei der anstehenden Gastro Vision vor allem für Hoteliers geboten? Warum sollten Hoteliers die Gastro Vision besuchen?

Unsere Aussteller zeigen viele innovative Ideen für Hotels, von der Digitalisierung bis zu Dienstleistungen und Services. Und im neuen Themenraum “Deli” präsentieren wir Lösungen für Hotels, die bislang noch auf eine Gastronomie verzichtet haben. Die Besucher können sich bei den Ausstellern informieren und jede Menge Inspiration mitnehmen, wie man Gästen und Kunden bereits mit wenig Aufwand und ohne klassische Küche eine gastronomische Leistung anbieten kann. Das ist heute eindeutig ein großes Thema.

Sind Ihnen über die Jahre ein paar besonders ausgefallene F&B-Trends im Gedächtnis geblieben?

Da war zum Beispiel die Molekularküche, damals ein Novum, heute kaum noch präsent. Oder das Thema Orient und Mediterran, das geht aktuell durch die Decke. Vegan bleibt aus meiner Sicht weiterhin in der Nische.

Was bedeutet die Gastro Vision für Sie persönlich?

Die Gastro Vision ist gerade in den letzten Monaten vor der Veranstaltung sehr zeitintensiv, das stemmt man nur mit einem super Team an Mitarbeitern und guten Dienstleistern. Zum Veranstaltungsstart dann endlich all das live zu sehen, was wir über ein Jahr nur auf dem Papier geplant haben, ist jedes Jahr ein echtes Highlight. Außerdem freue auch ich mich jedes Jahr darauf, viele bekannte Gesichter zu treffen – aus Geschäftspartnern und guten Bekannten sind über die Jahre einige wirklich großartige Freunde geworden.

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