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Start Coronakrise Zuschüsse: Wo Corona-Soforthilfe beantragt werden kann

Zuschüsse Wo Corona-Soforthilfe beantragt werden kann

Immer mehr Bundesländer bringen ihre Hilfen für angeschlagene Kleinbetriebe auf den Weg. Ab wann die Programme anlaufen und wo das Geld beantragt werden kann.

Dieser Artikel ist Teil unserer umfassenden Berichterstattung über die Coronakrise. >>> zur Übersicht

Bund und Länder wollen Kleinst- und Kleinunternehmen so schnell wie möglich mit Zuschüssen unter die Arme greifen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier unterstrich seine Hoffnung, dass die ersten Hilfen für Kleinstunternehmen „noch in dieser Woche ausbezahlt werden können – zumindest in einigen Bundesländern“. Der Bundestag wollte die Soforthilfen des Bundes noch am Mittwochnachmittag  im Eilverfahren beschließen. Am Freitag soll der Bundesrat das Paket endgültig verabschieden. Dabei soll es vom Bund für Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern einmalig einen Zuschuss von 5000 Euro und für Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern Soforthilfen von 15.000 Euro geben.

Die Zuschüsse werden aber nur an solche Unternehmen gezahlt, bei denen finanzielle Engpässe aufgrund der Corona-Krise entstanden sind. Dies müssen sie glaubhaft machen. Darüber hinaus stocken einige Bundesländer die Hilfen auf, andere Länder sehen auch Zuschüsse für größere Unternehmen mit bis zu 50 vor, Bayern geht sogar bis zu 250 Mitarbeiter. In einigen Bundesländern können die Hilfen schon jetzt beantragt werden, in anderen Bundesländern soll es spätestens nächste Woche so weit sein. Informationen zu den Landes-Kreditprogrammen gibt es bei den jeweiligen Wirtschaftsministerien, den Förderbanken der Länder und den Handwerkskammern.

Überblick: Die Soforthilfeprogramm in den einzelen Bundesländern

Baden–Württemberg: (Antragstellung ab 25.03.2020, abends)

Im Südwesten sollen ab Mittwoch, den 25. März, Solo-Selbständige und gewerbliche Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern, die von der Corona-Krise betroffen sind, finanzielle Solo-Soforthilfen beantragen können. Geben soll es für Solo-Selbständige und Unternehmen bis zu 5 Beschäftigten 9.000 Euro, für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten 15.000 Euro und für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten 30.000 Euro. Insgesamt stehen dafür vier Milliarden Euro bereit. Wie der Baden-Württembergische Handwerkstag mitteilte, werden die Antragsformulare beim Wirtschaftsministerium online abrufbar sein. Ausgefüllt können sie über eine zentrale „Landing-Page“ der Kammerorganisation ab Mittwochabend unter www.bw-soforthilfe.de eingereicht werden. Von dort werden sie an die zuständigen Kammern weitergeleitet. Diese prüfen die Anträge auf Plausibilität und leiten sie direkt an die Förderbank des Landes weiter. Die L-Bank veranlasst dann die Auszahlung.

Weitere Infos: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/soforthilfe-corona/

Bayern: (Antragstellung bereits möglich)

In Bayern können Anträge schon jetzt von Solo-Selbstständigen, gewerblichen Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern (Betriebsstätte in Bayern) und anderen wie Vertretern der Freien Berufe gestellt werden Dabei gibt es für Unternehmen folgende einmalige Zuschüsse: bis zu 5 Mitarbeitern 5.000 Euro, mit bis zu 10 Erwerbstätigen 7.500 Euro und bis zu 50 Erwerbstätigen 15.000 Euro. Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern sollen einen Zuschuss von 30.000 Euro erhalten. Dabei können Teilzeitkräfte und 450-Euro-Jobber nach bestimmten Faktoren in Vollzeitäquivalente umgerechnet werden.

Die Anträge sind auf der Website des bayerischen Wirtschaftsministeriums und auf den Seiten der Bezirksregierungen abrufbar. Sie müssen online ausgefüllt werden. Sie können nicht beim Wirtschaftsministerium, sondern nur bei den Bewilligungsstellen der Bezirksregierungen und der Stadt München eingereicht werden. Für Unternehmen mit bis 10 Mitarbeitern, die die bayerische Soforthilfe schon beantragt haben, soll die Hilfe bis zur entsprechenden Höhe des Bundesprogramms aufgestockt werden, heißt es im bayerischen Wirtschaftsministerium.

Weitere Infos: https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

Hessen: (Antragsstellung bis spätestens Montag 30. März möglich)

Hessen will die Soforthilfen des Bundes aufstocken. So soll es für Solo-Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten einmalig eine Soforthilfe von 10.000 Euro geben. Für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten sollen es 20.000 Euro sein. Sind bis zu 50 Mitarbeiter beschäftigt, gibt es einen einmaligen Zuschuss von 30.000 Euro. Die Zuschüsse sollen aus Bundes- und Landesmitteln finanziert werden. Beantragt werden sollen die Gelder nur online. So schnell wie möglich werde eine entsprechende Internetadresse genannt, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wasir. Ziel sei es, dass die Anträge spätestens ab Montag (30. März) gestellt werden können. Für die Bearbeitung stünde federführend das Regierungspräsidium Kassel bereit. Darüber hinaus hätten auch die Kammern ihre Hilfe bei der Beratung angeboten.

Weitere Infos: https://www.hessen.de/fuer-buerger/aktuelle-informationen-zu-corona-hessen

Sachsen: (Antragstellung ab Ende März, schon jetzt Kredite)

Sachsen setzt bisher vor allem auf zinsfreie Kredite. Solo-Selbständige sowie Unternehmen mit Betriebsstätten in Sachsen und mit bis zu einer Million Euro Jahresumsatz können schon jetzt direkt bei der sächsischen Aufbaubank ein Darlehen von bis zu 50.000 Euro und in Ausnahmefällen von bis zu 100.000 Euro bekommen. Eine Beschränkung auf eine bestimmte Mitarbeiterzahl gibt es nicht. Wie das sächsische Wirtschaftsministerium weiter mitteilte, wird bei Darlehensnehmern, welche die jetzt entgangenen Gewinne nicht nachholen können, frühestens nach 36 Monaten geprüft, ob eine Stundung möglich ist oder die Voraussetzungen vorliegen, auf eine Rückzahlung zu verzichten. Darüber hinaus versicherte Wirtschaftsminister Martin Dulig, dass Antragstellern dieses „Sachsen-hilft-sofort-Programmes“ kein Nachteil entstehen soll, wenn das angekündigte Zuschuss-Programm des Bundes startet.

Weiteres Infos: https://www.sab.sachsen.de/ und

https://www.coronavirus.sachsen.de/unternehmen-arbeitgeber-und-arbeitnehmer-4136.html

Sachsen-Anhalt: (Weitere Details ab Donnerstag 26.03, Antragstellung ab 30. März)

Sachsen Anhalt will ebenfalls über die Hilfen des Bundes hinausgehen, wie es im Wirtschaftsministerium des Landes heißt. Genauere Beschlüsse stehen allerdings noch aus. Weitere Details sollen am Donnerstag bekannt gegeben werden. Ziel sei auch hier, die Zuschüsse möglichst schnell an die Betroffenen auszuzahlen.

Weiteres Infos: https://stk.sachsen-anhalt.de/service/corona-virus/

Thüringen: (Antragstellung bereits möglich)

In Thüringen können die Sofort-Hilfen schon seit Montag beantragt werden. Dabei ist auch hier das Programm nur auf Unternehmen beschränkt, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohende Notlage geraten sind. Wie in anderen Bundesländern richtet sich die Einmalzahlung unter anderem an Solo-Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten. Dabei gibt es für Unternehmen bis zu 5 Mitarbeitern einmalig vom Land 5.000 Euro. Die Hilfe soll dann durch Bundesmittel um 4.000 Euro auf 9.000 Euro aufgestockt werden. Für Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern sollen vom Land 10.000 Euro kommen. Auch hier soll der Betrag durch Gelder des Bunds auf 15.000 Euro erhöht werden, wenn die Bundesmittel endgültig beschlossen sind. Außerdem gibt es für Unternehmen mit bis zu 25 Mitarbeitern 20.000 Euro und solche mit bis zu 50 Mitarbeitern 30.000 Euro. Die Antragstellung erfolgt über die Handwerkskammern in Thüringen und über die Aufbaubank. Der Antrag steht auf der Internetseite der HWK Erfurt unter www.hwk-erfurt.de/soforthilfe bereit. Dabei müssen die Betriebe die Schadenshöhe der nächsten zwei bis drei Monate in etwa beziffern und eine eidesstattliche Erklärung abgegeben. Die Gelder werden nach einer Prüfung der Unterlagen über die Thüringer Aufbaubank ausbezahlt. Wie die Handwerkskammer Erfurt mitteilte, sind allein in den ersten 36 Stunden rund 2100 Online-Anträge eingegangen. Damit die Anträge schnell bearbeitet werden können, bittet die Handwerkskammer Erfurt um die Angabe der Betriebsnummer und die Klassifizierung des Wirtschaftszweiges. Auch sollten die Anträge auf ihre Vollständigkeit überprüft werden. Dazu gehörten die eidesstattliche Erklärung und die Kopie der Gewerbeanmeldung. Auch sollten die Datenvolumina der Anhänge im Antrag verkleinert werden, um eine Überlastung der Server zu vermeiden.

Soforthilfe in weiteren Bundesländern

Dies sind die Ansprechpartner in den Bundesländern im Norden und Westen von Deutschland.

Berlin (Antragstellung ab 27.03.2020, 12 Uhr)
https://www.ibb.de/de/wirtschaftsfoerderung/themen/coronahilfe/corona-liquiditaets-engpaesse.html

Brandenburg (Antragstellung ab 25.03.2020, 9 Uhr)
https://www.ilb.de/de/covid-19-aktuelle-informationen/aktuelle-unterstuetzungsangebote/

Bremen (Antragstellung bereits möglich)
https://www.bab-bremen.de/sixcms/media.php/24/Antrag_BAB_Corona_Soforthilfe_Programm_v3.pdf

Hamburg (Antragstellung in den kommenden Tagen)
https://www.ifbhh.de/magazin/news/coronavirus-hilfen-fuer-unternehmen

Mecklenburg-Vorpommern (Antragsstellung ab 01.04.2020)
https://www.gsa-schwerin.de/leistungen/zuwendungen-zur-vermeidung-von-liquiditaetsengpaessen/antragsanforderung.html

Niedersachsen (Antragstellung ab 25.03.2020)
https://www.nbank.de/Blickpunkt/Covid-19-–-Beratung-für-unsere-Kunden.jsp

Nordrhein-Westfalen (Antragstellung in den kommenden Tagen)
https://wirtschaft.nrw/corona

Rheinland-Pfalz (Antragstellung in KW 14)
https://isb.rlp.de/home.html

Saarland (Antragstellung ab Ende März)
https://www.sikb.de/sites/default/files/SIKB/Presse/Checkliste_einzureichende%20Unterlagen_NEU_2020_03_20.pdf

Schleswig-Holstein (Antragstellung in den kommenden Tagen)
https://www.ib-sh.de/infoseite/corona-beratung-fuer-unternehmen/

Quelle: DHZ.net

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