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Start Coronakrise Zöllick und Frenzel sprechen im Tourismusausschuss: Branchenvertreter fordern Nachbesserung bei Hilfen für...

Zöllick und Frenzel sprechen im TourismusausschussBranchenvertreter fordern Nachbesserung bei Hilfen für Gastgewerbe

In der seit Anfang November erneut verschärften Corona-Krise sitzen viele Unternehmen der Reise-, Beherbergungs- und Veranstaltungswirtschaft finanziell auf dem Trockenen, weil zugesagte staatliche Hilfen zu langsam fließen oder ausbleiben. In einer Anhörung vor dem Tourismusausschuss des Deutschen Bundestags sprachen Vertreter der Branche – darunter auch Dehoga-Präsident Guido Zöllick – von einem existenzgefährdenden “Vollzugsdefizit”.

Dehoga-Präsident Guido Zöllick. (Bild: Dehoga)

Für die Umsatzausfälle während des derzeit geltenden Lockdowns sei bei weiter laufenden Kosten bisher noch kaum Geld geflossen. In vielen Fällen seien die Regelungen auch so mangelhaft ausgestaltet, dass die gezahlten Beträge die Verluste bei weitem nicht deckten. Es sei eine “absolute Katastrophe”, wenn für November und Dezember zugesagte Hilfsgelder womöglich erst im Januar oder Februar ausgezahlt würden, so Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Er wies darauf hin, dass das Gastgewerbe seit März 40 Milliarden Euro eingebüßt habe. Dies sei die Hälfte des durchschnittlichen Jahresumsatzes. Einer aktuellen Umfrage zufolge fürchteten 70 Prozent der Betriebe das Aus: “Wir brauchen ganz, ganz schnelle Hilfe.” Zöllick kritisierte, dass die Konzeption der Corona-Hilfen auf die besondere Problematik “verbundener” Unternehmen mit mehreren Filialen nicht zugeschnitten sei, da nicht jede einzelne Betriebsstätte, sondern lediglich die Firma als Ganzes den Anspruch geltend machen könne.”

Dr. Michael Frenzel ist Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft. (Bild: Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft)

Nachbesserungen verlangte auch der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) Michael Frenzel, der zugleich die “Stigmatisierung” der Branche durch die Politik beklagte. Tourismus und Gastronomie würden vielfach als Infektionstreiber dargestellt, ohne dass es dafür nachweisbare Anhaltspunkte gebe. Frenzel forderte eine rationale Diskussion: “Wir müssen deutlich machen, dass Reisen nicht der Pandemietreiber ist.” Er kritisierte auch den “Wirrwarr” und das “Durcheinander” der verhängten Schutzmaßnahmen als Folge des Föderalismus. Das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Politik werde so untergraben.

Weitere Statements aus der Diskussion finden Sie hier.

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