World Travel Monitor Auswirkungen des Sicherheitsempfindens auf Reiseziele

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Viele Europäer passen ihre Reiseziele ihrem Sicherheitsempfinden an. Die Zahl der Strandurlaube stagnierte, während Städtereisen anstiegen. Europäische Destinationen verzeichneten gemischte Ergebnisse und hießen 2016 weniger Besucher aus Asien willkommen; so ein Ergebnis des 24. World Travel Monitor Forums, das Anfang November in Pisa stattfand. Die Aussichten für 2017 sind aber wieder besser.

Auslandsreisen von Europäern stiegen laut den Zahlen des World Travel Monitors in den ersten acht Monaten dieses Jahres um 2,5 Prozent an. Auslandsreisen innerhalb Europas nahmen um drei Prozent zu, nach Asien um zwei Prozent. Ein Minus musste die Destination USA hinnehmen. Die Zahl der europäischen Urlaubsreisen insgesamt wuchs um moderate zwei Prozent.

Veränderungen gab es gemäß den Zahlen des World Travel Monitors bezüglich der Urlaubsarten, die Europäer zwischen Januar und August 2016 bevorzugten. Die Zahl der Strand- und Badeurlaube blieb gleich, während Rundreisen einen Rückgang von fünf Prozent verzeichneten. Städtereisen stiegen hingegen um 15 Prozent. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Reise lagen wie auch im Vorjahr bei 910 Euro.

Mittelmeerländer wie Spanien oder Portugal begrüßten mehr Touristen aus dem Ausland und auch Großbritannien durfte sich aufgrund des schwachen Pfunds über einen Anstieg von über acht Prozent bei den internationalen Besucherzahlen freuen. Hingegen generierten touristische Schwergewichte wie Italien, Griechenland und Deutschland ein vergleichsweise schwaches Wachstum von ein bis drei Prozent. Nach Terroranschlägen mussten die Türkei, Frankreich und Belgien Einbußen hinnehmen.

Auch die Zahlen der Welttourismusorganisation (UNWTO) belegen dies: Das Wachstum im europäischen Tourismus verlangsamte sich dieses Jahr aufgrund der zahlreichen Herausforderungen, denen sich der Tourismus in Europa stellen musste. Internationale Ankünfte wuchsen zwischen Januar und September 2016 laut dem UNWTO World Tourism Barometer um 1,6 Prozent. Damit lag der Anstieg deutlich niedriger als die positive Wachstumsrate von 4,6 Prozent im Gesamtjahr 2015.

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