"Win Gin" Junghotelier launcht eigene ­Ginmarke

Hotelier und Lebensgefährtin
Hotelier Jens Ginsberg ­produziert seinen eigenen­ Gin in der Windecker Brennerei. ­ Dabei unterstützt ihn Lebensgefährtin Daniela Wettstädt. (Bild: Flair Hotels)

Jens Ginsberg ist nicht nur dynamischer Hotelier, sondern auch Selfmade-Ginhersteller. Die hausgemachte Spirituose verkauft der 26-Jährige unter anderem in seinem Flair Hotel Bergischer Hof in Nordrhein-Westfalen.

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Mit nur 23 Jahren hat Jens Ginsberg das Flair Hotel Bergischer Hof in seiner Heimatstadt Windeck übernommen. Die ehemaligen Inhaber hatten das Haus aus Altersgründen abgeben wollen. Sukzessive ließ der Hotelier, der seine Ausbildung zum Hotelfachmann im Intercontinental Hotel Berchtesgaden und im Intercontinental Hotel in Düsseldorf absolvierte, die Immobilie mit ihren 19 Zimmern und dem Restaurant modernisieren. Mittlerweile beschäftigt Ginsberg, der zwischenzeitlich auch als Beisitzer in den Flair-Vorstand gewählt wurde (nähere Informationen s. unten), fünf fest Angestellte und zahlreiche Aushilfen.

Generationenprojekt Brennerei

Doch das reichte dem dynamischen Unternehmer nicht. Er träumte davon, seinen eigenen Gin herzustellen. Bereits seit frühester Kindheit hatte Jens Ginsberg in der Schnapsbrennerei seines Vaters Frank Ginsberg geholfen und das Handwerk von der Pike auf gelernt. Während der Erntezeit war jede Hand gebraucht worden und so hatte die ganze Familie dabei geholfen,
die reifen Früchte einzufahren und zu verarbeiten. Jens Ginsberg: “Zuerst war mein Vater skeptisch. Er wäre am liebsten bei seinen Obstbränden geblieben. Am Ende konnte ich ihn aber überzeugen und nach monatelangem Tüfteln und Ausprobieren hatten wir unseren ‚Win Gin’ so, wie wir ihn haben wollten.”

Ausgefallene Zutaten im “Win Gin”

Bei den Zutaten einigte man sich auf eine anspruchsvolle Mischung: Der Großvater wünschte sich Wacholderbeeren, Vater Frank Ginsberg legte Wert auf Anis und Sohn Jens Ginsberg schlug Rosenblätter vor. Auch weitere Kräuter und Gewürze kamen zum Einsatz. “Der Wacholder, spritzig-frische Zitrusnoten und ein Hauch von Lavendel sorgen für einen besonders harmonischen Genuss”, erklärt der Junghotelier. Und das kommt an: Der „Win Gin“ wurde von der Vereinigung “Destillata” bereits als bester deutscher Gin mit Gold ausgezeichnet. | Bettina Häger-Teichmann

Hintergrund: Bei der jüngsten Jahrestagung wurde Jens Ginsberg in den Vorstand der Flair Hotels gewählt. Ab sofort lässt er als Beisitzer neue Impulse in die Kooperation einfließen. Dabei war der 26-Jährige anfangs nicht überzeugt von dem Konzept gewesen. Jens Ginsberg: “Die vorherigen Inhaber vom Bergischen Hof waren bereits seit sehr langer Zeit Kooperationsmitglieder. Sie schlugen mir vor, bei Flair zu bleiben. Anfangs war ich davon nicht sehr begeistert.” Doch diese Einstellung, so der Junghotelier, sei schnell ins Gegenteil umgeschlagen, “als ich bei der ersten Tagung die Flair-Kollegen, den Vorstand und die Mitarbeiter aus dem Flair-Büro kennenlernte. Mit viel Tatendrang, Dynamik, Freundlichkeit und Kompetenz haben mich alle sofort überzeugt.” Heute sagt der 26-Jährige: “Ich profitiere enorm von dieser Mitgliedschaft.” Unter anderem würden ihm dadurch viele technische Innovationen vorgestellt, durch welche der Hotelbetrieb optimiert werden kann. “Und es gibt viele Möglichkeiten, Geld einzusparen. Alleine könnte ich das alles gar nicht schaffen.”

 

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