WHR Welche Beauty-Effekte braucht es im Hotel-Spa?

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Wer nach einer Wellnessauszeit richtig entspannt ist, dem sieht man das auch an. Immer mehr Gästen reicht dieser Effekt allerdings nicht aus. Sie möchten schon nach der ersten Spa-Behandlung möglichst jung, straff und ausgeruht aussehen. Die Apparative Kosmetik macht dies möglich.

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Ein schönes Äußeres hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Nicht wenige Menschen nehmen tagtäglich erhebliche Anstrengungen auf sich, um an ihrem Aussehen zu feilen – von sportlichen über diätische bis hin zu kosmetischen Maßnahmen. Auch im Urlaub wird sich keine Auszeit von diesem Schönheitsstress gegönnt. Während der Wellnessgast vor einigen Jahren vor allem gepampert werden wollte, erwartet er heute einen spür- oder sichtbaren Nutzen. Das Gebot der Stunde heißt demnach: »Zeiteffektiv und wirkungsintensiv«. Hoteliers, die eine entsprechende Apparative Kosmetik in ihr Spa-Menü aufnehmen, stehen aber schnell vor großen Herausforderungen. Vernachlässigbar ist da allein die Sorge, ob bei Anwendungen mit leicht gruseligen Namen wie »Microneedling«, »Radiofrequenztechnologie« oder »Microdermabrasion« in Zukunft Schmerzensschreie durch das Spa hallen werden.

Wer schön sein will, muss leiden?

Beim »Microneedling« wird das Gesicht zwar beispielsweise tatsächlich mit feinen Nadelstichen bearbeitet, die neuen Verfahren sind in der Regel aber nicht besonders schmerzhaft. Trotzdem gehen sie tiefer als manuell durchgeführte Behandlungen. Damit steht die Apparative Kosmetik an der Schwelle zwischen dem, was in Hotel-Spas noch durchgeführt werden kann und den Schönheitsanwendungen, die nur in ärztlichen Praxen eingesetzt werden dürfen. Fakt ist, dass heute in den Beauty-Abteilungen beeindruckende Effekte erzielt werden können – mit den aus der Medizin übernommenen Technologien geht aber auch eine besonders große Verantwortung einher.

Einfach ein Gerät anschaffen, anschalten und den Gast bearbeiten, ist da keine Option. Kosmetiker, welche die gerätegestützten Beauty-Treatments durchführen, müssen vielmehr umfassend geschult und weitergebildet werden. Und auch danach sollte nicht direkt mit den Anwendungen losgelegt werden. Ein ausführliches Informationsgespräch mit dem Gast, das Abfragen von möglichen Kontraindikationen und eine schriftliche Bestätigung der Aufklärung über notwendige Maßnahmen nach der Behandlung sollten fester Bestandteil eines jeden Beauty-Rituals sein. Das Prozedere erscheint zwar wenig charmant, spätestens bei der ersten Gast-Beschwerde werden Mitarbeiter und Hotelier diesen bürokratischen Vorgang aber zu schätzen wissen.

Schön sein und der schöne Schein

Sind alle Hürden aus dem Weg geräumt, ist die Euphorie über eine weitere Neuheit im Spa-Menü des Wellnesshotels verständlich. Und die Ergebnisse der Apparativen Kosmetik rechtfertigen diese sicherlich. Aber ist Schönsein wirklich schöner? Im Beauty-Wahn wird schnell vergessen, dass ein perfektes Äußeres kein Garant für Glück ist. Oder wie es die Philosophin und Bestsellerautorin Rebekka Reinhard schreibt: »Eine aufgespritzte Oberlippe ist nicht das Tor zu einem schönen Leben«. Anstatt also nur an der äußeren Schönheit zu arbeiten, ist es ebenso sinnvoll, in den Selbstwert zu investieren. Und auch hier kann der Gast unterstützt werden. Zum Beispiel mit Impulsen, die zum Nachdenken anregen, mit einem Urlaub ganz im Zeichen des Genusses oder mit achtsamen Erlebnissen, wie einer Wanderung in der Morgendämmerung.

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