Wegen Coronakrise Logis Hotels erlassen Mitgliedsbetrieben die Provision

Logis-Generaldirektor Karim Soleilhavoup und Fabrice Galland, Präsident der Logis Hotels & Restaurants. (Bild: BRUNO BADE )

Die größte Kooperation unabhängiger Hoteliers und Restaurantbesitzer in Europa erlässt ihren Mitgliedern im März und April bei allen Direktbuchungen die Provision. Diese Maßnahme soll sofort für finanzielle Erleichterung sorgen. Das Management fordert zudem stärkere Unterstützung durch die OTAs.

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Nach einem hervorragenden Geschäftsjahr 2019 mit sieben Prozent Umsatzplus begann auch das neue Jahr zunächst mit starkem Wachstum. Doch Corona führt seit Mitte Februar zu enormen Buchungsrückgängen und somit starken Umsatzeinbrüchen. „In den letzten drei Wochen haben wir einen Stopp der Reservierungen sowohl in Hotels als auch in Restaurants erlebt. In der letzten Woche sind unsere Direktbuchungen mit minus sechs Prozent in die Verlustzone gerutscht, während die Buchungen der OTAs, die stärker von internationalen Kunden abhängig sind, auf minus neun Prozent zurückgingen“, erklärt Logis-Generaldirektor Karim Soleihavoup.

Im Hinblick auf die Entwicklung in Italien und die Verschärfung der Regelungen in weiteren Ländern sind diese ersten Umsatzrückgänge nur der Beginn von enormen Umsatzeinbrüchen: „Anfang März konnten die unabhängigen Hoteliers und Gastronomen von Logis oftmals nur leere Zimmer, Restauranträume und Tagungsräume verzeichnen. Gastronomen, die auch ein Catering-Unternehmen haben, verlieren mit der Absage von Messen oder Sportveranstaltungen riesige Märkte. Viele werden sich von der COVID-19-Pandemie nicht erholen“, befürchtet der Generaldirektor.

Um den Logis-Hoteliers und Logis-Gastronomen eine direkte finanzielle Hilfe zu bieten, erlässt Logis den Mitgliedern die Provisionen für Aufenthalte, die im März und April direkt von den Kunden über die mobile Anwendung, logishotels.com und die telefonische Reservierungszentrale gebucht werden!

“Wir ermutigen alle anderen kommerziellen Akteure wie Ketten, Vertriebsunternehmen, OTA’s usw., die gleiche Solidarität mit kleinen und mittleren Unternehmen zu zeigen.”

„Die Abschaffung der Kommissionen für Direktaufenthalte im März und April 2020 ist eine konkrete Maßnahme, die sich unmittelbar positiv auf den Geldfluss unserer Mitglieder  auswirkt. Logis Hotels unterstützt sowohl in Zeiten des Wachstums als auch in Krisenzeiten das unabhängige und familiengeführte Hotel- und Gaststättengewerbe. Wir ermutigen alle anderen kommerziellen Akteure wie Ketten, Vertriebsunternehmen, OTAs usw., die gleiche Solidarität mit kleinen und mittleren Unternehmen zu zeigen, die das Herz unserer Regionen ausmachen und für Arbeitsplätze sorgen. Im Geschäftsleben reicht es nicht, sein Mitgefühl auszudrücken, man muss handeln!“, so Karim Soleilhavoup.

Fabrice Galland, Präsident der Logis Hotels und Inhaber von zwei Betrieben in Bordeaux: „Das Hotel- und Gastgewerbe benötigt dringend erhebliche Einsparungen bei den Gebühren. Es ist notwendig, reine und einfache Befreiungen von Sozialversicherungsabgaben, Steuern und sogar der Mehrwertsteuer einzuführen. Die Intervention der Regierung ist heute mehr als unerlässlich, sie ist eine Frage des Überlebens.“

„Auch wir verzeichnen in den deutschen Hotels erste Stornierungen. Dennoch bleiben wir optimistisch und hoffen, dass die Politik schnelle Maßnahmen ergreift, so dass der Schaden für unsere Branche so gering wie möglich wird“, berichtet Tina Weßollek, Präsidentin der deutschen LOGIS-Hotels und selbst Inhaberin des Logis-Hotels und Restaurants L’Auberge „Gutshof“ in Bischofswerda bei Dresden.

 

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