Versicherungstipp: Zum Mediator statt zum Richter

´ (Bild: Shutterstock)

Allzu häufig landen Streitigkeiten vor Gericht, obwohl beide Parteien eigentlich an einer einfachen Lösung interessiert sind. Ein Mediator kann in solchen Fällen helfen.

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Egal ob Fahrzeug, Arbeitsplatz oder Geschäftspartner: Manchmal wachsen Kleinigkeiten zu einem großen Streit heran, weil keine Seite nachgeben möchte. Viel zu oft landen solche Auseinandersetzungen beim Anwalt und wenig später vor Gericht. Eine Alternative bietet die Mediation.

Mediation – bereit für ein Gespräch

Mit der Mediation bekommt man ein schnelles, unbürokratisches Verfahren.­ Der Mediator hilft den Beteiligten im Gespräch, ihre eigenen Interessen zu erkennen und in einer Lösung umzusetzen, die im besten Fall allen Beteiligten hilft. Vor allem dann, wenn Emotionen das Gespräch unmöglich machen, vermittelt der Mediator als neutrale Instanz. Es besteht auch die Möglichkeit, die Mediation über das Telefon abzuwickeln. In diesem Fall müssen die beiden streitenden Parteien nicht direkt miteinander sprechen. Mediatoren sind häufig zugelassene Rechtsanwälte, die der anwaltlichen Schweigepflicht unterliegen.

Was Versicherungen leisten

Besitzen Sie eine Rechtsschutzversicherung, dann zahlt diese häufig die Kosten der Mediation ohne Abzug einer Selbstbeteiligung bis zu einem bestimmten Höchstbetrag. Nach Meldung des Problems bei Ihrer Versicherung engagiert diese einen geeigneten Mediator. Innerhalb weniger Tage erhalten sie anschließend eine Information über das weitere Vorgehen. Viele Versicherungen berichten von einer guten Erfolgsquote. Drei von vier Streitfälle ließen sich durch den Mediator erfolgreich beilegen. Führt eine Mediation nicht zu einem vernünftigen Ergebnis, steht der Prozessweg weiterhin offen. Weiterer Vorteil: Der Streit wird im Gegensatz zu einem Gerichtsverfahren nicht öffentlich ausgetragen. Imageverlust kann dadurch vermieden werden.

Versicherungstipp: Prüfen Sie, ob Ihre Rechtsschutzversicherung das Mittel der Mediation enthält und wie eine eventuelle Selbstbeteiligung geregelt ist. Prüfen Sie auch, ob spezielle Themen wie Kündigung oder Aufhebungsvereinbarungen abgedeckt sind.

Autor: Alexander Fritz (B. A. Versicherungswirtschaft) ist Geschäftsführer der Fritz & Fritz Risikoberatung UG (Margetshöchheim). Er ist auf Risikomanagement-Konzepte und Pakete zur Unternehmensabsicherung für die Hotellerie spezialisiert.

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