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Start Brands News Versicherungstipp: Absicherung im Alter

VersicherungstippAbsicherung im Alter

Wer alt oder dauerhaft krank wird, muss gepflegt werden. Und wenn die Familie oder Verwandte diese Belastung nicht selbst schultern können, wird das ziemlich teuer.

Altersschwäche oder schwere Erkrankungen scheinen für die meisten weit weg. Aber wie sieht es mit Familienangehörigen oder den eigenen Eltern aus? 2,6 Millionen Bundesbürger sind pflegebedürftig, 30 Prozent davon in Pflegeheimen. Ab 2017 gibt es nach dem Pflegestärkungsgesetz II (PSG II) einige wichtige Änderungen in der Vorsorge. So werden die bisherigen drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade ersetzt. Je nach Pflegegrad bekommt der eingestufte Bedürftige eine Unterstützung von der gesetzlichen Pflegeversicherung oder einer privaten Absicherung. Um die Kosten einer notwendigen Pflege zu begleichen, werden alle Vermögensgegenstände des Pflegbedürftigen herangezogen. Sind diese aufgebraucht, greift ein Anspruch auf Sozialhilfe (§61 SGB XII). In der Praxis muss also erstmal der Besitz des zu pflegenden liquidiert werden und aus seinem vorhandenen Vermögen die anfallenden Kosten bestritten werden. Ist nichts mehr vorhanden, so gilt der Pflegebedürftige nach §1602 BGB als bedürftig. Dann gelten folgende Regeln: Zuerst haftet der Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner, dann haften die Kinder. Auch Verwandte in gerader Linie sind verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren (§1601 BGB). Heikel wird es bei Immobilien, die der Pflegebedürftige an die Verwandten verschenkt hat. Kann er seine Pflege nicht mehr bezahlen, kann diese Immobilie zurückgefordert werden. Nur wenn die Schenkung länger als 10 Jahre zurückliegt, bleibt man vor der Rückforderung verschont. Bei einem lebenslang eingeräumten Wohnrecht wird es noch kniffliger: Muss der Kranke in stationäre Betreuung und kann nicht zurückkehren, werden mögliche Mieteinnahmen der nun leerstehenden Wohnung zur Deckung der Kosten herangezogen – selbst wenn die Wohnung gar nicht vermietet ist.

Tipp: Sollten Sie ins Rentenalter eintreten oder sich Ihre Eltern schon dort befinden, dann ist zu klären, ob mögliche Pflegekosten über die Rente sicher abgedeckt werden können. Wenn nicht, ist eine private Vorsorge sinnvoll. Denn wird eine stationäre Pflege notwendig, sind pro Monate zwischen 1.300 und 1.600 Euro an Kosten selbst zu tragen. Als Varianten der Pflegezusatzversicherung stehen das Pflegetagegeld (Einmalbetrag zur freien Verfügung), Pflegekostenversicherung (Aufstockung auf den Kassensatz) und Pflegerente (Monatsbetrag) zur Auswahl. Warten Sie nicht ab, bis der Pflegefall eintritt, sondern sorgen Sie rechtzeitig vor.

Alexander Fritz (B.A. Versicherungswirtschaft) ist Geschäftsführer der Fritz & Fritz Risikoberatung UG (Margetshöchheim). Er ist auf Risikomanagement-Konzepte und Pakete zur Unternehmensabsicherung für die Hotellerie spezialisiert. FRITZ & FRITZ GmbH, Tel. 0931-468650, a.fritz@fritzufritz.de, www.fritzufritz.de

 

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