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Wein-Tipp: 2012 Gewürztraminer Spätlese trocken »Edition Rosenduft«Urvater Gewürztraminer

Tophotel-Autor Rudolf Knoll stellt in dieser Ausgabe wieder einen für die Gastronomie überaus interessanten Wein vor, der durch sein sehr gutes Preis-Wert-Verhältnis überzeugt.

Hätten Sie’s gewusst? Der Gewürztraminer ist nicht nur eine der ältesten Rebsorten der Welt, sondern zudem Urvater (oder Urmutter) einer Reihe von bekannten Edelsorten wie Österreichs Grüner Veltliner, Sauvignon blanc oder die Burgunder-Familie. Vor rund 20 Jahren wurde mit der Genforschung bei Reben begonnen; seitdem hat es auf diesem Feld einige Überraschungen gegeben und es musste manche Lehrmeinung auch bei Neuzüchtungen korrigiert werden.

Der Traminer (auch Gewürztraminer, Roter Traminer und in Baden Clevner genannt) ist in etlichen Weinländern verbreitet, aber nirgendwo dominant. Dafür sind seine Ansprüche an Boden und Lage zu hoch und die Gefahr von geringen Ernten durch die Neigung zur Verrieselung in der Blüte zu groß. Die Reben an sich sind sehr widerstandsfähig. Bestes Beispiel dafür ist eine Anlage im pfälzischen Rhodt, die irgendwann in der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg gepflanzt wurde – also wohl über 350 Jahre alt ist – und immer noch mindestens in jedem zweiten Jahr Trauben trägt. Ob die Sorte tatsächlich aus Tramin in Südtirol stammt, ist strittig. Forscher vermuten eine Herkunft in Süd- oder Südosteuropa.

In der Pfalz war der Traminer immer schon beliebt als Sorte im Mischsatz mit Riesling. Er brachte das Aroma in die Kombination ein und milderte gleichzeitig die häufig prägnante Riesling-Säure. Weil die eigenständigen Traminer-Weine allzu oft gefällig lieblich ausgebaut wurden, ist ihr Image nicht das Beste. Würden jedoch alle Winzer mit den Trauben so umgehen wie der Pfälzer Theo Minges aus dem Örtchen Flemlingen, bekäme die Rebe wahrscheinlich nur Applaus. Der Winzermeister hat viel Erfahrung: 1977 hat er als gerade 20-Jähriger den Betrieb vom Senior übernommen. Zehn Jahre später machte er allmählich mit geradlinigen Weißweinen – neben dem Riesling die Aromasorten Scheurebe, Muskateller und Gewürztraminer – auf sich aufmerksam. Seitdem hat er sich weiter positiv entwickelt, in jüngerer Zeit mit Schützenhilfe von Tochter Eva. Vom Gewürztraminer gibt es jedes Jahr mehrere – auch liebliche – Versionen bis hin zur edelsüßen Auslese. »Das Potenzial dieser Bukettsorte ist einzigartig«, schwärmt Theo Minges.

 

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