Umfrage von Randstad und Ifo-InstitutUnternehmen wollen Dienstreisen dauerhaft reduzieren

Um die veränderten Gewohnheiten beim Thema Reisen geht es bei der virtuellen Convention. (Bild: pixabay/Joshua Woroniecki)

Meetings mit einer größeren Teilnehmerzahl bleiben aufgrund der Gesundheitsvorsorge in Zeiten von Corona problematisch. Keine guten Nachrichten für die Business-Hotellerie: Ein aktuelle Umfrage von Randstad in Kooperation mit dem Ifo-Institut ergab, dass 61 Prozent der deutschen Unternehmen Dienstreisen künftig seltener einsetzen wollen.

Anzeige

In der aktuellen Phase der Pandemie wird die berufliche Mobilität voraussichtlich weiterhin abnehmen. 61 Prozent der deutschen Unternehmen wollen Dienstreisen auch künftig dauerhaft reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt die Randstad-Ifo-Personalleiterbefragung, die im 2. Quartal 2020 Deutschlands Personalverantwortliche zur Corona-Pandemie und ihren bisherigen und bleibenden Folgen befragte.

Unernehmen setzen verstärkt auf Telefon- und Videokonferenzen

64 Prozent der Befragten planen die vermehrte Nutzung von virtuellen Konferenzen, wenn es um interne Abstimmungsprozesse geht. Aufgrund der Auswirkungen rund um das Coronavirus hatte fast ein Viertel der Unternehmen digitale Tools zur Kommunikation und zur Zusammenarbeit sogar neu eingeführt (23 Prozent).

“Flexibilität ist entscheidend für die Sicherung der Geschäftstätigkeit, gerade wenn es um das Ersetzen von Präsenzterminen durch digitale Alternativen geht. Dass Unternehmen auch in Zukunft verstärkt auf Telefon- und Videokonferenzen zurückgreifen wollen, lässt vermuten, dass die Umstellung der Arbeitsabläufe bislang gut funktioniert hat”, erklärt Andreas Bolder, Director HR bei der Randstad Gruppe Deutschland.

Die aktuelle Umfrage von Randstad in Kooperation mit dem Ifo-Institut ergab, dass 61 Prozent der deutschen Unternehmen Dienstreisen künftig seltener einsetzen wollen. (Grafik: Randstad Deutschland)

Persönlicher Austausch bleibt wichtiger Faktor

Die Studienergebnisse zeigen auch, dass Unternehmen trotz der gebotenen Vorsicht nicht gänzlich auf Vorort-Meetings verzichten wollen. 28 Prozent nutzen die persönliche Abstimmung in gleichem Umfang wie zuvor. “Präsenztermine kategorisch auszuschließen, ist für viele Geschäftsbereiche nicht praktikabel. Es gilt, ein gesundes Gleichgewicht zu finden, das den individuellen Anforderungen der Unternehmen entspricht”, betont Andreas Bolder.

Der persönliche Austausch bleibt ein wichtiger Faktor in der beruflichen Zusammenarbeit. “Die digitale Abstimmung mit Kollegen fordert von uns ein stärkeres Bewusstsein und Engagement, um der Komplexität von menschlicher Kommunikation in einer Mail, einer Instant Message, oder in einer Video-Konferenz gerecht zu werden”, so Andreas Bolder.

Über die Randstad/Ifo-Personalleiterbefragung

Die Ergebnisse stammen aus der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung Q2 2020, die quartalsweise durch das Ifo-Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgeführt wird. Die Studie befragt bis zu 1000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen. Die Sonderfrage im ersten Quartal 2020 bezog sich auf die bisherigen und bleibenden Auswirkungen der Corona-Pandemie für Deutschlands Unternehmen.

Anzeige