Um Stornierungen zu verhindernHRS will Gästen aktiv Umbuchungen anbieten

Tobias Ragge, CEO von HRS, sichert den Hoteliers seine Solidarität in Zeiten der Coronakrise zu und zeigt in einem Schreiben einen möglichen Lösungsweg bezüglich der Massen-Stornierungen auf. (Bild: HRS)

HRS-CEO Tobias Ragge wendet sich in einem Schreiben an die Hotelpartner des Online-Buchungsportals. Er plädiert für Solidarität während der Coronakrise und plant eine kreative Reaktion auf die derzeit auf HRS einprasselnden Massen-Stornierungen.

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Wegen der Coronakrise erreichten das Portal derzeit eine immens hohe Anzahl an Stornierungswünschen, so Ragge. “In Solidarität mit den Hotelpartnern weltweit”, die von dieser Krise besonders betroffen sind, möchte das Portal im Umgang damit aber einen alternativen Weg gehen: Statt die Stornierung des Gastes entgegenzunehmen, bietet man dem Gast aktiv eine Umbuchung auf einen späteren Zeitpunkt an – “wissend, dass die meisten Geschäftsreisen nachgeholt werden können.” Damit stelle HRS sicher, dass der Umsatz der Hoteliers nicht verloren gehe. “Sondern nur zeitlich verschoben wird. Als Dank für die Loyalität des Gastes würden wir diesem gerne – in enger Absprache mit Ihnen – ein kostenloses Upgrade anbieten”, schreibt Portalchef Tobias Ragge den Hotelpartnern. Diese Maßnahme erhöhe zwar den zeitlichen Aufwand pro Servicefall für HRS und damit die eigenen Kosten. “Wir sind aber gerne bereit, diese Investition zu tätigen, damit wir mit Ihnen gemeinsam die bereits gebuchten Umsätze sichern.”

Hoteliers sollen nach Upgrade-Möglichkeiten suchen

Um diesen Plan möglichst effizient umzusetzen, sei man aber auf die Mithilfe der Hoteliers angewiesen: “Bitte stellen Sie sicher, dass Sie HRS in den kommenden Monaten ausreichend Verfügbarkeiten geben. Bitte prüfen Sie, inwieweit Sie Gästen mit einem kostenlosen Upgrade entgegen kommen können. Je attraktiver das Upgrade, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Gast Ihrem Haus treu bleibt.”

Reiseströme werden analysiert

Ragge zeigt sich zudem optimistisch, dass die Reiseströme nach der Krise wieder Fahrt aufnehmen. Das Team analysiere bereits jetzt die Reiseströme der Firmenkunden weltweit und ermittle, wo das Reiseprogramm nach der Krise an die neuen Anforderungen angepasst werden sollte. “Dabei berücksichtigen wir das gesamte Angebot an Hotels in jedem Markt, mit dem Ziel, dass auch kleine und inhabergeführte Hotelbetriebe nach der Krise durch zusätzliches Geschäft von Firmenkunden stabilisiert werden können.”

Aktuell, so der HRS-CEO, stehe das Wohl der Reisenden und der Mitarbeiter absolut im Fokus. Aus diesem Grund habe man auch die eigenen Mitarbeiter in den 35 Büros weltweit gebeten, vorsorglich von Zuhause zu arbeiten.

 

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