Übernahme von Hoteltonight Airbnb drängt in den Hotelbuchungsmarkt

Airbnb kauft Hoteltonight
Diesen März kaufte der Airbnb-Konzern das Last-Minute-Buchungsportal Hoteltonight. Damit nähert sich der Marktplatz für Unterkünfte aller Art immer weiter der Hotelbranche an. (Bild: www.pixabay.com)

Mit dem Kauf von Hoteltonight baut Airbnb den Hotelbereich weiter aus. Eine wichtige Rolle sollen bei der zukünftigen Zusammenarbeit die Boutiquehotels spielen. Von dem Deal sollen sogar die privaten Airbnb-Gastgeber profitieren.

Die Last-Minute-Buchungsplattform Hoteltonight ist nun Teil des Airnbnb-Konzerns. Damit nähert sich Airbnb weiter an die Hotelbranche an, denn das Unternehmen verfolgt das Ziel größter end-to-end-Reiseanbieter zu werden. Der Deal trägt auch zur weiteren Diversifikation der Marke bei und könnte zusätzliche Investoren anlocken, die den geplanten Börsengang im Juli 2019 untertsützen.

Hoteltonight bietet Reisenden günstige Last-Minute-Zimmer in unabhängigen und Boutique-Hotels. Das Unternehmen ist vor allem auf dem amerikanischen Hotelmarkt aktiv, aber auch in Europa. In Deutschland bietet die Plattform ihre Zimmer für Kurzentschlossene nur in deutschen Großstädten wie Berlin oder Frankfurt an.

“Hoteltonight und Airbnb können Gästen zusammen mehr Auswahl bieten und sie mit den weltbesten unabhängigen und Boutique-Hotels zusammenbringen.”

So äußerte sich Sam Shank, der CEO und Mitgründer von Hoteltonight, zu dem Verkauf an Airbnb. Shank wird nach Abschluss der Übernahme Category Manager der Rubrik Boutiquehotels bei Airbnb. Auf dem Sharing-Portal präsentieren sich immer mehr Hotels dieser Kategorie; die Nachfrage steigt. 2018 hat sich die Anzahl an Zimmern in Boutiquehotels auf Airbnb mehr als verdoppelt. Die Gäste nehmen das Angebot auf der Plattform an und buchten im letzten Jahr drei mal mehr Aufenthalte in Boutiquehotels als noch in 2017.

Als Folge verspricht sich Airbnb auch mehr Übernachtungen bei ihren privaten Gastgebern. Denn fast 90 Prozent der Gäste, die ein Hotelzimmer bei Airbnb buchten, buchen danach ein “klassisches” Airbnb-Zimmer im Privathaushalt.