Food-KonzepteTraditions Reich

4. Tradition braucht ein klares Profil

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Gerade Traditionsbetriebe haben oft ein klares Profil aufgrund ihrer Geschichte; das kann ausgebaut und gepflegt werden. Wer genau hinsieht und ein bisschen in der Vergangenheit forscht, entdeckt ­immer mehr interessante Stories und Details – beispielsweise alte Rezepte, die neu interpretiert werden können.

5. Regionalität

Die Region ist ein großer Geschichtenerzähler. Sitten und Bräuche sind genau wie die Landschaft oder Kulturschätze ein reicher Inspirationsquell für Geschichten, mit denen man Gäste fesseln kann. Die Regionalität spiegelt sich im Großen wie im Kleinen wider: im Design, das typische Formen, Farben und Materialien aufgreift und durch traditionelle Handwerkskunst inspiriert wird, in der Bekleidung der Mitarbeiter oder in Produkten von Erzeugerbetrieben aus dem Umland.

6. Essen und Trinken

Gäste lieben traditionelle Gerichte, die sie aus ihrer Kindheit kennen. Zimt erinnert sofort an Weihnachten; den Geruch von Omas Braten vergisst man nie. Meist wollen die Gäste deshalb beliebte Klassiker, leichter und modern interpretiert, frisch gekocht möglichst mit regionalen Produkten. Bei den Getränken geben oft Bier oder Wein Anlass für interessante Geschichten.

7. Preise

Traditionsgastronomie ist Gastronomie für alle. Hier trifft sich ­jede Generation und jede Gesellschaftsschicht. Eine so große Zielgruppe ist gerade in der heutigen Zeit ein riesiges Plus. Deshalb muss auch für alle der Preis stimmen. Wer hier übers Ziel hinaus schießt, hat verloren.

8. Gastfreundschaft und herzlicher Service

Ein Gast ist ein »zum Bleiben eingeladener Besucher«. Das hat lange Tradition. Reisende waren immer schon auf die Gastfreundschaft von Fremden angewiesen. Mit einem Plus an Herzlichkeit können Traditionsbetriebe gerade in unserer schnell­-
lebigen und anonymen Gesellschaft punkten.

9. Großzügigkeit

Als besonderes Phänomen kann Großzügigkeit in vielen erfolgreichen Traditionsbetrieben beobachtet werden, etwa bei der Portionsgröße oder beim Erfüllen von Sonderwünschen. Das wirkt in der kleinlichen, komplexen Umgebung der heutigen Zeit wie eine Oase der Menschlichkeit und Wärme.

10. Marke sein (und bleiben)

Ein Traditionsbetrieb ist wie eine eigene Marke. Eine Marke hilft beim Aufbau von Vertrauen und der Wiedererkennbarkeit. Bei ­seinem Tun und bei der Kommunikation muss man sich deshalb immer wieder »selbstähnlich« sein – so wird man zur Marke.

11. Einfachheit

In der komplexen, aber vielfach unpersönlichen Alltagswelt sehnen sich Menschen nach Kalkulierbarkeit, Einfachheit, Ehrlichkeit und Echtheit. Genau das sind die Stärken der Traditionsbetriebe, Orte zum Ausruhen und Durchatmen, zum Abschalten, Genießen und zum »Mensch sein«. Das kann der Hotelier unterstützen, indem er für den Gast – aber auch für die Mitarbeiter – alles so einfach wie möglich hält. Das entspannt, macht glücklich und reduziert nebenbei auch noch Kosten.

12. Alles echt oder Altes neu erfinden

Es müssen nicht unbedingt original antike Möbel oder ein altes Gebäude sein; aber das Gesamtbild muss »echt und ehrlich« sein: beispielsweise Massivholz statt Furniertischplatten oder alte Lampen vom Flohmarkt. Wichtig sind auch Partner und Mitarbeiter, die diesen Ansatz verstehen und ihn mittragen.

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