Kaffee & TeeTeegenuss rund um die Uhr


Tee als Digestif

Generell passt weißer Tee zu hellem Geflügel und Süßwasserfisch, aber auch zu vielen Desserts. Grüner Tee harmoniert mit Gemüse, Meeresfrüchten, Fisch- und Reisgerichten – Oolong mit Schweinefleisch oder auch Garnelen. Schwarzer Tee wird zu Fleisch und Fisch gereicht und passt ebenso zu mediterranen wie zu asiatischen Gerichten. Und Pu Erh – ein besonders wertvoller Tee aus der Gegend um die Stadt Pu Erh in der Provinz Yunnan im Südwesten von China – wird von Kennern als Begleiter von Wildfleisch und Ente empfohlen. Und nach dem Essen? Da trinken die meisten einen Digestif oder aber einen Espresso. Wer den »kleinen Italiener« nicht mag und auch keine promillehaltigen Getränke, findet hierzulande wenig Alternativen auf der Karte. »In Frankreich ist beispielsweise eine Tasse Verveine als Digestif nach einem opulenten Essen sehr gefragt«, führt Wilhelm Wolff an. Der Tee aus den Blättern des Zitronenstrauchs (Zitronenverbene) regt den Appetit an und fördert die Verdauung. Aber es muss nicht unbedingt ein Kräutertee sein. Als Abschluss eines Essens eignet sich seiner Ansicht nach ebenso gut ein Matcha oder ein doppelt aufgebrühter Assam Bari »mit Wölkchen und Kluntje auf friesische Art«. Es gibt aber auch bereits Schwarzteesorten auf dem Markt, die sich durch kräftige Röstaromen auszeichnen und deshalb eine Alternative zum Kaffee oder Espresso sein können.

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Stilvoll am Nachmittag

Am Nachmittag wird in Hotels der gehobenen Kategorie der traditionelle englische Afternoon Tea oder gar High Tea zelebriert; zu den Teespezialitäten werden herzhafte Sandwiches und Leckereien aus der Patisserie gereicht. Beim High Tea ist das Angebot noch üppiger. Im Mittelpunkt steht der vom Fachmann perfekt zubereitete und servierte Tee. Wolff: »In Hotels, in denen ausgebildete Ronnefeldt TeaMaster Gold arbeiten, wird sehr oft unsere Teastar-Collection mit feinsten Teequalitäten aus den Teegärten der Welt angeboten. Zum Beispiel Golden Assam, Jewel of Nuwara Eliya, Dung Ti Oolong oder Finest Shizuoka Sencha.« Als Ergänzung könnte er sich erlesene Tees aus neuen, noch wenig bekannten Anbauregionen wie Nepal oder Korea vorstellen. »Auch hochwertige Tees aus Japan sind derzeit gefragt.«

Tee = Wellness

Während es beim Nachmittagstee in der Tea Lounge oder der Lobby betont stilvoll zugeht, wird im Wellness- und Spa-Bereich Tee auf die unkomplizierte Art genossen. Zur Grundausstattung der Teebar, an der sich jeder bedienen kann, gehört meist ein Samowar und verschiedene Kräuter-, Früchte- und Rotbuschtees, aber auch spezielle Wellness-Teesorten. Bevorzugt wird der Tee im Ruheraum nach einer Anwendung oder dem Saunagang getrunken – für die Spa-Besucher ist das in der Regel ein Gratisangebot wie auch Wasser, Obst und kleinere Knabbereien. Wilhelm Wolff: »Generell greifen die Damen sehr viel mehr zu Kräuter- und Wellness-Tees, während die Herren Schwarztees aus Darjeeling, Assam und Sri Lanka bevorzugen.«

Die sind allerdings in Maßen zu konsumieren, denn wie beim Kaffee kann einem der Genuss von schwarzem und grünem Tee am späten Abend den Schlaf rauben. Längere Ziehzeiten vermindern zwar die anregende Wirkung, verändern aber auch den Geschmack und sind somit nicht jedermanns Sache. Wenn es kein Kräuter- oder Rooibostee sein soll, ist zu späterer Stunde ein entkoffeinierter Schwarztee eine Alternative, den einige Teehäuser im Programm haben. Denn der kann mehr oder weniger rund um die Uhr getrunken werden.

 

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