Kaffee & TeeTeegenuss rund um die Uhr

Er wirkt beruhigend oder auch anregend. Er lässt sich gemütlich im Bademantel auf der Wellnessliege genießen oder ganz elegant bei einer britisch angehauchten Zeremonie zelebrieren. Und er rundet bestimmte Gerichte ab. Tee ist ein Allroundtalent und damit ein idealer Begleiter durch den Tag, wenn man die Sorten passend zur Uhrzeit und Gelegenheit auswählt.

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Morgens um halbzehn am Frühstücksbuffet teilt sich das Heer der Gäste in zwei Lager: Die einen biegen zum Kaffeeautomaten ab – Typ Milchschaumschlürfer – oder lassen sich den Kaffee in der Thermoskanne an den Tisch bringen. Die anderen brühen sich ihr Kännchen Tee auf und starten so in den Tag. Für viele ist Tee ein ebenso wirksamer Muntermacher wie Kaffee und bietet darüber hinaus reichlich Abwechslung. Jeder Teetrinker hat seine Vorlieben, aber es gibt Frühstücksklassiker, die auf keinem Buffet fehlen sollten: Da wäre zum einen der English Breakfast – nomen est omen – oder der dezent mit Bergamotte aromatisierte Earl Grey, der nach dem ehemaligen britischen Premierminister Earl Charles Grey benannt wurde. Auch aromatisierte Grüne Tees erfreuen sich beim Frühstück großer Beliebtheit – beim Teehaus Ronnefeldt ist das zum Beispiel ein Tee mit dem passenden Namen »Morgentau«. »Aber auch weiße und Oolong Tees sind morgens zunehmend gefragt«, erklärt Wilhelm Wolff, Gesamtvertriebschef bei Ronnefeldt.

Der milde, aber dennoch aromatische Oolong kommt ursprünglich aus China und ist weder ein Grüntee noch ein Schwarztee. Man spricht hier von einem halbfermentierten Tee, weil die Oxidationszeit zwischen der des schwarzen und der des grünen Tees liegt. Oolong-Teesorten enthalten mehr Koffein als die grünen Teesorten, aber deutlich weniger als Schwarztees. Da sie weniger Gerbstoffe als Schwarztees enthalten, gelten Oolongtees als besonders bekömmlich.

Tee zum Raclette

Um Bekömmlichkeit geht es auch beim Essen und den dazu gereichten Getränken. Heiße Getränke zu einem warmen Essen zu servieren, ist in Deutschland und den meisten Ländern Europas nicht an der Tagesordnung. Hier haben sich Wein, Bier, Wasser und Softdrinks etabliert, obwohl zu bestimmten Gerichten Tee die magenfreundlichere Alternative wäre. In der Schweiz wird zu Fondue und Raclette gern ein Tässchen Tee statt Weißwein gereicht, da Käsegerichte bekanntlich schwer verdaulich sind. Hier harmonieren zum Beispiel ein leichter Darjeeling oder auch ein Earl Grey besonders gut mit den kräftigen Aromen des geschmolzenen Käses (Quelle: www.raclette-grill.net).

Auch Fisch und Tee gehen eine harmonische Verbindung ein, wie die Broschüre »Fisch und Tee« zeigt, die das Fisch-Informationszentrum e.V. (FIZ, www.fischinfo.de) mit dem Deutschen Teeverband e.V. (www.teeverband.de) herausgegeben hat. Hier finden sich mit Tee verfeinerte Rezepte, zu denen außerdem ein passender Tee als Aperitif oder als Begleitgetränk empfohlen wird. So kann zum Seelachs in Blätterteigkissen ein Assam-Tee als Aperitif gereicht werden; ein erfrischender Grüntee wird als perfekte Begleitung zur exotischen Chai-Suppe mit Pangasius und Garnelen empfohlen. Auf die feinen Aromen des Tintenfischs aus dem Wok soll man sich laut Broschüre mit einem Ceylon-Tee einstimmen.

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