Technologie-Report der ÖHV und HotelheroSo digital sind österreichische Hotels

Der Technologie-Report zeigt auf, wie digital österreichische Hotels aufgestellt sind. (Bild: Andrey Popov - adobe istock)

Die Digitalisierung in Österreichs Hotelbranche schreitet weiter voran, so das Ergebnis des Technologie-Reports der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) und Hotelhero. Dabei zeigt sich, dass Technologie “Made in Austria” sehr beliebt ist.

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„Österreichs Top-Hotels sind Hightech-Betriebe. Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten in der Branche voran“, resümiert Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die Ergebnisse des ersten österreichweiten ÖHV-Technologie-Reports. Gemeinsam mit dem Partner Hotelhero wurde die dortige Hotellandschaft durchleuchtet und ein technologischer Status Quo erhoben. Durchschnittlich verwenden die Betriebe rund 5,7 verschiedene Systeme und Tools: „Die Anwendungsbereiche reichen von der Gästedatenverwaltung über Revenue-Management-Systeme bis hin zu Reputationssoftware“, erklärt Florian Montag, Technologieexperte und CEO von Hotelhero.

Die Keyfindings im Überblick:

  • PMS-Systeme: Kaum ein Betrieb kommt ohne aus. Sind es in der Stadthotellerie 100 Prozent, die eine Hotelsoftware nutzen kommt die Ferienhotellerie auf 97 Prozent.
  • Channel Manager: Hier holte die Ferienhotellerie deutlich auf. Laut einer ÖHV-Studie aus dem Jahr 2016 nutzen knapp 68 Prozent einen Channel Manager. Nun liegt der Wert bei 85 Prozent. In der Stadthotellerie nutzen mit 98 Prozent beinahe alle Betriebe einen Channel Manager.
  • Reputationsmanagement: Einen klaren Unterschied zwischen der Stadt- und Ferienhotellerie lässt sich im Umgang mit Reputationen und Bewertungen erkennen. So nutzen in der Stadthotellerie mehr als 80 Prozent eine Software, die Bewertungen der unterschiedlichsten Plattformen bündelt, in der Ferienhotellerie sind das nicht einmal die Hälfte der Betriebe.
  • Revenue Management: Knapp mehr als ein Drittel (39 Prozent) aller Betriebe nutzen ein Revenue Management System, um ihre Raten zu optimieren. Zwei Drittel der Hotelbetriebe kommen aus der Stadthotellerie. Dies entspricht den Werten aus der ÖHV-Umfrage von 2016.
  • Direktbuchungs-Booster: Von Price-Comparison-Tools bis hin zu Chatbots – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um den Gast auf der eigenen Webseite von einer Direktbuchung zu überzeugen. Während die Technologie in der Stadthotellerie bereits verbreiteter ist (48 Prozent), gibt es in der Ferienhotellerie noch Aufholbedarf. Hier nutzen lediglich16 Prozent solche Tools.

Trends von morgen

Der Report richtet auch den Blick in Richtung Zukunft: „Vor allem die Entwicklung von Property-Management-Systemen in Richtung Cloud-basierten Services hat einen großen Einfluss auf die Technologie-Landschaft eines Hotels“, führt Montag weiter aus. Immer wichtiger werde aber auch die Bündelung von Gästedaten, um komplette und individuelle Gästeprofilen zu erstellen. Nur so seien die Betriebe dazu in der Lage, zielgerichtete Marketingkampagnen zu fahren und Gäste entlang der gesamten Customer Journey zu betreuen.

Dass die Digitalisierung in den Betrieben weiter voranschreiten wird, steht für Gratzer außer Frage. Sehr beliebt seien dabei Lösungen „Made in Austria“, speziell in der Ferienhotellerie. Grund hierfür seien die regionale Nähe und die Erwartung des besseren und schnelleren Supports. „Um die technischen Möglichkeiten zur Gänze zu nützen, müssen die Systeme aber auch nahtlos ineinandergreifen. Das ist leider oft nicht der Fall. Genau dafür gibt es den ÖHV-Marktplatz. Der bringt Licht ins Schnittstellen Wirrwarr“, hebt Gratzer hervor. Hotels geben am ÖHV-Marktplatz an, welche Software sie verwenden, die Hotelhero-Technologie gibt ihnen einen Überblick über kompatible Alternativen. Die Nutzung ist für ÖHV-Mitglieder kostenlos.

Den kompletten Report können Sie hier downloaden.

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