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StartBusiness & ManagementHoteltestTaschenbergpalais Kempinski Dresden:: Der Lack ist ab

Taschenbergpalais Kempinski Dresden Der Lack ist ab

 

Schuhputzservice

»Beginnen Sie den Tag stilgerecht und blitzblanken Schrittes!« Als echter Grand-Hotel-Service wird im Internet der Schuhputzservice angepriesen. Ich will am Conciergedesk nachfragen, ob man auch auf das Problem angeschmuddelter weißer Turnschuhe eingestellt sei. Offensichtlich ist das Schuheputzen Pagensache, denn eine Pagin, die sich am gerade verwaisten Desk aufhält, ist diesbezüglich optimistisch. »Ich werde meinen Kollegen von der Nachtschicht darauf vorbereiten«, verspricht sie lächelnd. Meine schwarzen Schuhe erhalte ich am Morgen perfekt gewienert im schicken Stoffbeutel zurück. Die Turnschuhe sehen nur wenig besser aus als zuvor. Mit etwas Seife und heißem Wasser habe ich sie selbst im Nu sauber und kann den Tag nun stilgerecht und blitzblanken Schrittes beginnen.
Wertung: befriedigend

DI. 24/05, 07:00

Weckruf

»Guten Morgen, es ist sieben Uhr, Sie wollten geweckt werden!« Knapper und unpersönlicher geht’s nicht. Aber immerhin auf die Minute pünktlich.
Wertung: befriedigend

08:40

Zimmerfrühstück

Den Frühstückstürhänger habe ich ein bisschen zickig ausgefüllt. Ich möchte aus der A-la-carte-Liste statt Brot- und Brötchenauswahl eine Scheibe Körnerbrot mit Butter, Rühreier mit Büsumer Krabben (steht so nicht drauf), einen frisch gepressten Grapefruitsaft und Earl Grey mit Milch. Außerdem habe ich den »frischen Fruchtsalat« angekreuzt und daneben geschrieben: »Bitte wirklich frische Früchte!!« Die Wunsch-Servierzeit habe ich mit 8:45 bis 9 Uhr angegeben. Es ist erst 8:40 Uhr, als eine Mitarbeiterin mit dem Servierwagen vor der Tür steht. Sie schiebt ihn vor den Sessel, ohne eine Seite hochzuklappen. Sie lüftet kurz die Cloche, um mir das Rührei zu zeigen, lässt sich die Rechnung abzeichnen und ist mit einem knappen »Guten Appetit« auch schon wieder verschwunden.  31,50 Euro kostet die Morgenmahlzeit, praktisch genauso viel wie das Frühstücksbuffet im Restaurant. Statt einer Scheibe Brot erhalte ich doch wieder drei Scheiben, von denen zwei weggeworfen werden müssen. Der Saft ist frisch, das Rührei heiß, gut und reichlich mit Krabben bestückt. Zum bereits im Wasser hängenden Tee wurde der Teatimer vergessen, es gibt weder einen Abräumhinweis noch eine Dekoration. Und die »wirklich frischen Früchte«? Ein Fingerfood-Löffel mit einer Johannisbeerranke, einer Brombeere und drei Heidelbeeren liegt über der Schale mit dem Convenience-Obstsalat.
Wertung: noch befriedigend

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