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StartBusiness & ManagementHoteltestTaschenbergpalais Kempinski Dresden:: Der Lack ist ab

Taschenbergpalais Kempinski Dresden Der Lack ist ab

 

Front Office / Concierge 2

Stadtpläne, Auskünfte, Tipps – Front Office und Concierge Team sind gut aufgestellt und sehr hilfsbereit. Ein Empfangsmitarbeiter reagiert bestürzt, als ich ihm von meinem unfreiwilligen morgendlichen Weckservice erzähle. Er bietet mir einen Zimmerwechsel an, aber ich bitte ihn nur, einmal mit den Arbeitern auf der Baustelle zu sprechen. Das, so beteuert der Mitarbeiter, werde er umgehend tun. Ebenfalls bestürzt besieht sich Concierge W. am Abend den losen Bügel meiner Brille. Obwohl bestens ausgestattet mit feinmechanischem Werkzeug, Lupe und Brillenputztuch, muss er hier passen. Er könnte die Brille natürlich tapen, aber das – sagt er und grinst – »sieht, mit Verlaub gesagt, Scheiße aus.« Also muss der Hausmeister anrücken mit dem Sekundenkleber. Ab ins Scharnier damit, und: »Das hält jetzt erst mal bombenfest!« Es hält – bis ich die Brille im Restaurant aufsetze.
Wertung: sehr gut

Sicherheit

Wer mit unlauteren Absichten von draußen auf die Zimmerflure des Taschenbergpalais gelangen will, kann dies mit Leichtigkeit: durch die zur Gastronomie führenden, weit geöffneten Tore über die offenen Treppenhäuser und die nicht kartengesicherten Aufzüge. Auf den Fluren scheitert er dann hoffentlich wie ich an Mitarbeitern, die sich erst der Befugnis des Gastes versichern, ehe sie eine Zimmertür öffnen. Wenn der Eindringling jedoch schlau ist, wirft er einen Blick auf die zwar in einer Mappe liegende, aber mit Gästenamen versehene Housekeepingliste. Dann kommt er vielleicht mit einem abgespickten Namen auch in das entsprechende Zimmer. Dessen Tür ist zwar von innen mit Spion und Türkette gesichert, das hilft aber auch nichts, wenn man nicht anwesend ist. Ansonsten sind alle Brandschutzvorkehrungen getroffen, alle Fluchtwegebestimmungen werden eingehalten und die Notausgangsbeschilderung ist in Ordnung. Aber nicht alle Mitarbeiter sind in puncto Diskretion ausreichend geschult. Eine hilfsbereite Rezeptionistin nennt dem Anrufer gern meine Zimmernummer, einer ihrer Kollegen lässt mir eine Informationsrechnung aus dem Computer, ohne auch nur nach meinem Namen zu fragen.
Wertung: mangelhaft

10:00

»Karl-May-Bar« 2

Eichenholz, Leder und jede Menge Reminiszenzen an die fantastischen Helden aus den Karl-May-Romanen – diese Bar hat wirklich Stil. Zwei Revolverhalfter hängen hoch an der Wand über der Bar, »aber wenn ich sie brauche, komme ich dran«, scherzt Barkeeperin S. Es ist noch früh am Abend, Happy Hour, und ich möchte für einen Pre-Dinner-Drink die Atmosphäre der Bar genießen. Fantastisch ist auch die Barkarte, die mit 100 Whisk(e)ysorten und über 150 Cocktails, davon 26 preisgekrönte Eigenkreationen, den Keepern einiges abverlangt. Zur Happy Hour sind rund 30 Cocktails zum halben Preis im Angebot, ich möchte aber individuell beraten werden. Der »Gin Basil Smash«, auf den Suzanne und ich uns schließlich einigen, passt genau auf meine Vorgaben, ist schön grün und schmeckt herb-frisch. Es ist noch nicht viel los in der Bar und so bringe ich S. nicht nur dazu, mir das genaue Rezept für meinen Drink zu verraten (eine Handvoll Basilikum, 5 cl neutralen Gin, 2,5 cl Zuckersirup und 3 cl Limettensaft), sondern mir auch noch Tipps zu geben, wie ich das »Zuviel an Minze« in meinem Kräutergarten sinnvoll vernichte. Es ist eine nette Plauderei mit der sympathischen Barkeeperin, die dabei ihre wenigen anderen Gäste nicht aus dem Auge verliert und zwischendurch auch noch fachfraulich Cocktails für Gäste auf der Terrasse mixt.
Wertung: sehr gut

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