Studie zu Serviced Apartments 2018/2019108 Euro pro Nacht, jeder zweite Anbieter will expandieren

Die Grafik zeigt, dass die Preise pro Nacht mit der Länge des Aufenthalts abnehmen. (Bild: Georg Consulting )

Die aktuelle Studie zu den Serviced Apartments und ihren Betriebsstätten von Georg Consulting umfasst die jährliche Betriebsbefragung (Berichtsjahr 2018). Die wichtigsten Ergebnisse bezüglich Durchschnitts-Preisen, Expansionsplänen und Schaden durch Gäste finden unsere Leser hier: 

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Demnach kann die Auslastung der Betriebsstätten im Jahr 2018 insgesamt als hoch bezeichnet werden. So gut wie alle Betriebsstätten (93,7 %) hatten eine Auslastung von mehr als 50 Prozent, gemessen an der Gesamtkapazität (wobei Gesamtkapazität definiert ist als: Summe der “Anzahl der Tage, an denen ein Serviced Apartment im Jahr 2018 genutzt werden konnte“). Der größte Teil der Betriebsstätten (37,5 %) hat sogar eine Auslastung von mehr als 75 Prozent erreicht. Nur sechs Prozent der befragten Betriebe gab an, eine Auslastung von unter 50 Prozent im Jahr 2019 gehabt zu haben.

108 Euro pro Nacht

Der durchschnittlichen Übernachtungspreis im Jahr 2019 lag für ein Ein-Zimmer-Apartment bei 108,38 Euro für eine Nacht. Der Preis fällt umso niedriger aus, je länger das Apartment gemietet wird, und er ist umso höher, je größer das Apartment ist. So würde ein Ein-Zimmer-Apartment im Monat (30 Übernachtungen) im Durchschnitt 1.813 Euro kosten und ein Zwei-Zimmer-Apartment 2.460 Euro pro Monat.

Doch nicht alle Gäste gehen pfleglich mit den Räumlichkeiten um. Der nicht ersetzte Schaden durch Gäste liegt pro Betrieb bei etwa 3.500 Euro. Knapp die Hälfte der Betriebsstätten (46,7 %) erlitt im Jahr 2018 einen durch Gäste verursachten Schaden am oder im Apartment beziehungsweise an oder in der Betriebsstätte. Dabei verzeichneten mehrere Betriebsstätten mehr als einen Schadensfall. Der durch alle Schadensfälle verursachte Schaden wurde in Geld gemessen und nur zu 17,7 Prozent von den Schädigern oder deren Versicherungen bezahlt, sodass 82,7 Prozent des Schadens zulasten der Betriebe ging. Vor dem Hintergrund der Schadensfälle, ist es bemerkenswert, dass nur knapp ein Drittel der Betriebe (32 %) eine Kaution verlangt. Bei den Betrieben, die eine Kaution erheben, liegt diese zwischen 500 Euro und 1.000 Euro.

Jeder zweite Anbieter will expandieren

Knapp vier Fünftel (78,8 %) aller Anbieter schätzen die zukünftige Nachfrage nach den von ihnen angebotenen Serviced Apartments als gut oder sehr gut ein, das heißt sie rechnen mit einer Zunahme der Nachfrage. Der Wert ist etwas niedriger als der des letzten Jahres (87,1 %). Gestiegen gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil derjenigen, die zukünftig eine negative Entwicklung der Nachfrage sehen: 18,2 Prozent versus 5,9 Prozent. Angesichts der insgesamt positiven Nachfrageeinschätzung plant gut die Hälfte (54,2 %, Vorjahr: 47,1 %) der befragten Anbieter, in den nächsten Jahren Investitionen zwecks Expansion zu tätigen. Der Wert bewegt sich damit in Richtung der in der Vergangenheit festgestellten Werte (57 % und 60 %) und bedeutet eine gegenüber dem Vorjahr größere Anzahl von Betrieben mit Investitionsplänen.

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