Studie So denkt die Generation Y

Kienbaum Institut@ISM

In einer Studie des Kienbaum Instituts@ISM für Leadership und Transformation wird mit Vorurteilen über die Generation Y aufgeräumt. Denn nicht alle sind Traumtänzer, die keine Lust auf Karriere haben. In der Absolventengeneration 2015 wurden vier unterschiedliche Typen identifiziert, anhand derer die Generation besser einzuordnen sein soll.

Rund 600 Hochschulabsolventen wurden Ende vergangenen Jahres zu ihren Zielen, Wertvorstellungen und Erwartungen für das Arbeitsleben befragt. Herausgekommen sind vier Charaktertypen: Erlebnisorientierte, Ambitionierte, Orientierungssuchende und klassisch Karriereorientierte. Die Studie zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Typen auf und gibt Empfehlungen, was Unternehmen zur bestmöglichen Ansprache und Förderung tun können.

Karriereorientierte

Die Gruppe der Karriereorientierten weist eine hohe Übereinstimmung zum klassischen Bild des ehrgeizigen Berufseinsteigers auf: Das wichtigste Ziel im Leben sind Karriere und Erfolg. Familie, Freunde und Gesundheit haben für den Karriereorientierten zwar auch eine hohe Bedeutung, dennoch hat für ihn die berufliche Weiterentwicklung höchste Priorität. Sein Traum: Eine gut bezahlte Stelle als Führungskraft. Auf dem Weg nach oben motivieren ihn regelmäßiges Lob und Anerkennung von seinem Vorgesetzten. In dieser Gruppe gibt es deutlich mehr Männer als Frauen. Insgesamt zählt jeder fünfte Befragte dazu.

Ambitionierte

Die Ambitionierten möchten alles und das möglichst gleichzeitig: Erfolg und Karriere spielen eine große Rolle, aber Familie und Freunde sollen nicht vernachlässigt werden. Um beides möglichst gut miteinander zu vereinbaren, sind sie bereit, hart zu arbeiten. Die Anforderungen an den zukünftigen Arbeitgeber sind eine Aussicht auf ausreichend Karrieremöglichkeiten und vielfältige Aufgabenanforderungen, aber auch eine kollegiale Arbeitsatmosphäre und eine gute Work-Life-Balance. Um seine Leistung einschätzen zu können und um sich zu verbessern, ist ihnen ein regelmäßiges Feedback wichtig. Die Ambitionierten stellen mit 38 Prozent die größte Gruppe innerhalb der Absolventen dar, Männer und Frauen sind gleichermaßen vertreten.

Erlebnisorientierte

Für Erlebnisorientierte stehen Familie und Freunde an erster Stelle der Werteskala. Sie sind immer wieder auf der Suche nach Abwechslung, die sie am liebsten mit ihrem privaten Umfeld erleben. Dabei ist das Bedürfnis nach Harmonie stark ausgeprägt. Von ihrem zukünftigen Arbeitgeber erwarten Erlebnisorientierte die Möglichkeit zur Weiterbildung sowie eine abwechslungsreiche Tätigkeit in kollegialer Arbeitsatmosphäre mit flachen Hierarchien. Das Streben nach einer großen Karriere ist bei dem Erlebnisorientierten gering ausgeprägt. Wichtiger ist ihm eine gute Work-Life-Balance. Jeder Dritte Absolvent (29 Prozent) zählt zu diesem Typus, darunter mehr Frauen als Männer.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here