Studie Finanzielle Lage beeinflusst das zukünftige Reiseverhalten stark

Urlaub in St. Peter-Ording (Bild: Pixabay)

Wenn in diesem Jahr Urlaubsreisen gebucht werden, dann steht “Urlaub daheim” an erster Stelle, gefolgt von Reisen nach Österreich oder Italien. Wie aus einer Umfrage der Hochschule Fresenius hervorgeht, hängen die Urlaubspläne allerdings von einem entscheidenden Faktor ab.

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Vor allem die wirtschaftliche Lage scheint vielen Deutschen Sorgen zu machen. So gaben 98 Prozent der Befragten an, dass sie den Einfluss der wirtschaftlichen Lage durch COVID-19 auf das Reiseverhalten als sehr groß oder zumindest mittelmäßig einschätzen. Dies spiegelt sich auch in den Kriterien für die nächste Reise wider. Als wichtigstes Kriterium gaben 83 Prozent die persönliche finanzielle Lage an. Hierbei ist auch der Einfluss der Veränderungen durch Corona, beispielsweise im Bereich Hygiene, zu erkennen. Für 80 Prozent sind die politische Lage, die hygienischen Vorschriften sowie die medizinische Versorgung der Destination von großer Bedeutung.

Wie aus der empirischen quantitativne Studie zum Reiseverhalten der Deutschen der Hochschule Fresenius weiter hervorgeht, planen insgesamt 57 Prozent der Befragten, eine Reise nach Lockerungen der Beschränkungen zu buchen. Eine Reise innerhalb Europas liegt mit 80 Prozent weit voraus vor ferneren Zielen. Innerhalb Europas ist der “Urlaub daheim” mit 40 Prozent am beliebtesten, auf Platz 2 liegt mit 16 Prozent das Nachbarland Österreich. Von einer Reise nach Italien oder Spanien wollen rund 20 Prozent der Befragten absehen.

Direkte Buchungen beim Hotel oder über Online Portale werden favorisiert

Nur ein Drittel der Befragten planen, den nächsten Urlaub wahrscheinlich über einen Reiseveranstalter oder ein stationäres Reisebüro zu buchen. Die Buchung direkt bei dem ausgewählten Hotel (57 Prozent) oder über Onlineportale (52 Prozent) wird favorisiert. Dabei buchen die älteren Gäste vermehrt direkt im Hotel (online/offline) und weniger über Online Portale (z.B. booking.com) im Vergleich zur jüngeren Generation.

Vor allem Ferienwohnungen und -häuser sind für die Hälfte der Befragten sehr wichtig oder wichtig bei der Wahl der Unterkunftsart. Ursächlich für diese Ergebnisse sind sicherlich Abstandregeln und Maskenzwang, die in den eigene vier Wänden nicht eingehalten werden müssen. Die Selbstversorgung (32 Prozent) liegt knapp vor dem Urlaub mit Halbpension (28 Prozent). All Inclusive Urlaube und Pauschalreisen sind deutlich abgeschlagen.

Zur Studie: Im Rahmen des Seminars “Empirisches Arbeiten” im Studiengang Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement an der Hochschule Fresenius wurde eine empirische quantitative Studie zum Reiseverhalten der Deutschen durchgeführt. Insgesamt 772 Teilnehmer/innen wurden vom 22. April bis 3. Mai online befragt.

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