Studie der Hochschule Heilbronn So denken Hoteliers über die OTAs

Die Hochschule Heilbronn hat auf Initiative des Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR), dem Interessenverband von Expedia, HRS &Co., 459 Hoteliers zu den wichtigsten Beweggründen für die Nutzung von Online-Portalen befragt. Ergebnis: Mit 68 Prozent sehen über zwei Drittel einen hohen bis sehr hohen Nutzen in der Vertriebskooperation. Die Provisions- und Transaktionsmodelle schneiden deutlich schlechter ab.

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Der Konsument kann nicht  mehr ohne OTAs reisen und der Hotelier sieht dies heute  noch als Umsatz-/Belegungsplattform und noch nicht primär als Marketing- und  Vertriebsplattform. Dennoch liegt  der zukünftige Schwerpunkt der Hoteliers auf den Online-Vertriebswegen. So lautet das Fazit der Hochschule Heilbronn in Person von Prof. Dr. Christian Buer, der die Studie wie folgt kommentierte: „Im individuellen Mix der Vertriebswege sind die Online-Portale demnach auch nicht mehr wegzudenken. Etwa drei Viertel der Befragten schätzen deren Rolle für ihr Geschäft als wichtig oder sogar sehr wichtig ein.”

Eine Abhängigkeit von den OTAs zeigt sich jedoch in den Beweggründen nicht. Lediglich 20 Prozent sagten aus, dass sie die Online-Portale nutzen, weil es keine geeignete Alternative gebe. Das viel diskutierte Thema der Ratenparität wird nur von rund einem Drittel als ernstes Problem gesehen. Als ungenügend, mangelhaft bzw. ausreichend finden Hoteliers insbesondere das Provisions- und Transaktionsmodell (65%)

„Die Studie zeigt auf recht deutliche Weise, dass Hotels dem Vertrieb über die Online-Portale keineswegs hauptsächlich kritisch gegenüberstehen“, kommentiert VIR-Vorstand Michael Buller die Ergebnisse der Hochschule Heilbronn. „Vielmehr werden die OTAs mit Blick in die Zukunft als wichtiger Vertriebsweg gesehen, um die Reichweite bei den Kunden maßgeblich zu steigern.“

Hintergrund: Befragt wurden im Rahmen der Studie insgesamt 459 Hoteliers. Zu 95 Prozent waren diese Entscheider – etwa drei Viertel auf Geschäftsführer-Ebene. Mit 87 Prozent fiel der weitaus größte Teil auf Privathotels mit einer gleichmäßigen Verteilung über Deutschland. Insgesamt spiegeln die Ergebnisse insbesondere mittelständische Betriebe in mittelgroßen Städten wider. 

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