Hotelmarkt FrankfurtStrahlkraft mit Risiko

Schon heute die Entwicklung des Marktes von morgen kennen – das ist die Intention des Trendbarometers der Fairmas GmbH. Diese Ausgabe im Fokus: der Hotelmarkt in Frankfurt.

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Einige deutsche Städte, darunter Köln, Hannover, Hamburg, Berlin oder Darmstadt, haben die Bettensteuer bereits eingeführt. Nun will auch Frankfurt diesem Beispiel folgen. Trotz zum Teil deutlicher Kritik von Branchenverbänden wie dem Dehoga Hessen will die schwarz-grüne Koalition bis 2013 eine solche Abgabe auf Hotelübernachtungen durchsetzen; im Gespräch sind ein Pauschalbetrag von drei Euro oder eine gestaffelte Abgabe je nach Höhe des Zimmerpreises. Bei den Hoteliers in der Bankenmetropole stoßen derartige Pläne erwartungsgemäß auf wenig Ge­genliebe, zumal das derzeitige Geschäft einer Berg- und Talfahrt gleicht und die immer weiter steigende Bettenzahl den Frankfurter Hotelmarkt peu à peu zu einem Haifischbecken werden lässt.

Im April profitierten die Frankfurter Hoteliers stark durch die internationale Fachmesse »Light & Building«, die als Top-Veranstaltung hochpreisig verkauft wurde. Am Ende des Monats standen daher deutliche Steigerungen bei Belegung, Zimmerpreis und RevPAR in den Büchern, mit denen aber die zum Teil negative Performance im März aufgefangen wurde. Hier machte sich der Wegfall der Leitmesse »ISH« (zweijähriger Rhythmus) mit mehr als 200.000 Besuchern deutlich bemerkbar.

Auch der Ausblick auf den Mai ist für die Frankfurter Hoteliers nicht allzu rosig, schließlich listet der Wonnemonat gleich drei Feiertage, was sich negativ auf das Corporate- und MICE-Geschäft auswirkt. Für den Juni zeigt das Trendbarometer, für das zahlreiche Hotels der Mainmetropole ihre Kenn- und Planungszahlen dem Benchmarking Spezialisten Fairmas zur Verfügung stellen, steil nach oben – sowohl in puncto Auslastung als auch bei der Zimmerrate. Beeinflusst wird dies einerseits durch die hohe Erwartung an das Tagungs- und Eventgeschäft, andererseits durch den im Vergleich zum Vorjahr späteren Start der Sommerferien.

Inwieweit sich das steigende Bettenangebot künftig auf die Performance der etablierten Hotels auswirken wird, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass die Stadt durch die vor Kurzem fertiggestellte dritte Landebahn oder die starke Zugkraft der Messe gerade für internationale Hotelgesellschaften äußerst attraktiv ist und auch in Zukunft bleiben wird.   

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