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StartBrandsNewsSteuertipp: Die Jobticket-Falle

Steuertipp Die Jobticket-Falle

Bei den Möglichkeiten zur Lohnoptimierung wird das Jobticket besonders gern genutzt. Die Aufwendungen hierfür können vom Arbeitgeber pauschal versteuert werden. Das Jobticket kann aber auch im Rahmen der Sachbezugsfreigrenze bis maximal 44 Euro monatlich gewährt werden.

 Bei der Pauschalversteuerung werden Fahrtkostenerstattungen seit jeher beim Arbeitnehmer auf dessen Entfernungspauschale angerechnet. Unter Ausnutzung der 44 Euro Sachbezugsfreigrenze gilt dies hingegen erst seit dem Jahr 2014. Denn der Gesetzgeber hatte im Zusammenhang mit der Reform des steuerlichen Reisekostenrechts eine entsprechende gesetzliche Regelung auf den Weg gebracht. Die Lohnsteuer- und Sozialversicherungsfreiheit wurde dabei jedoch nicht angetastet.

Der Arbeitgeber hat Fahrtkostenzuschüsse in der Lohnsteuerbescheinigung so auszuweisen, dass das Finanzamt die Notwendigkeit der Kürzung sofort erkennt. Bescheinigt er diese geldwerten Vorteile nicht ordnungsgemäß, kann ihn der Fiskus später in Haftung nehmen und von ihm die verkürzten Steuern nachfordern.

Negative Auswirkungen hat die Anrechnung auf die Entfernungspauschale nur, wenn der Arbeitnehmer Werbungskosten oberhalb des Arbeitnehmerpauschbetrages von 1.000 Euro geltend machen kann. Für alle Arbeitnehmer, deren Werbungskosten diesen Betrag übersteigen, droht das böse Erwachen mit dem Einkommensteuerbescheid.

Um die negativen Folgen für den Arbeitnehmer zu vermeiden, bietet es sich an, die Sachbezugsfreigrenze von 44 Euro monatlich für andere geldwerte Vorteile zu verwenden, beispielsweise für bürgerliche Kleidung, Lebensmittel oder einen ähnlichen privaten Bedarf des Arbeitnehmers. Wem dies nicht genügt, der kann für seine Arbeitnehmer zusätzlich ein Jobticket pauschal versteuern.

Sofern Sie planen, Ihren Arbeitnehmern ein Jobticket oder andere Sachbezüge zur Verfügung zu stellen: Holen Sie Ihren Steuerberater mit ins Boot. In Einzelfällen ist im Vorfeld für die arbeitsvertragliche Regelung auch die Hinzuziehung eines Rechtsanwalts sinnhaft. Wir unterstützen Sie gern und vermitteln ebenfalls einen Kontakt zu den mit uns kooperierenden ETL Rechtsanwälten.

Autor:
André Troitzsch, Steuerberater im ETL ADHOGA Verbund aus München, ist spezialisiert auf die Beratung von Hotels und Gaststätten

Kontakt ETL ADHOGA München:
Tel. 089-6302600
muenchen-adhoga@etl.de
www.etl-adhoga.de

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