Steuertipp Betriebliche Altersvorsorge – Vorteile für die Mitarbeiter

Betriebliche Altersvorsorge (Bild: Pixabay)

Wer realistisch in die Zukunft blickt weiß, dass er ohne eine betriebliche oder private Altersvorsorge später nicht weit kommen wird. Hoteliers sind deshalb nach dem Betriebsrentengesetz verpflichtet, ihren Mitarbeitern eine Entgeltumwandlung zugunsten einer betrieblichen Direktversicherung zu ermöglichen.

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Lohnsteuer- und beitragspflichtig ist dann lediglich das verbleibende Entgelt. Damit sparen nicht nur die Angestellten Lohnsteuer und Sozialbeiträge, auch der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung wird geringer.

Diesen Vorteil müssen Hoteliers nun an ihre Mitarbeiter weitergeben. Für alle seit dem 1. Januar 2019 abgeschlossenen Entgeltumwandlungsvereinbarungen ist vom Arbeitgeber daher ein Zuschuss in Höhe von 15 Prozent der Entgeltumwandlung in den Altersvorsorgevertrag einzuzahlen. Für bis zum 31. Dezember 2018 geschlossene Vereinbarungen muss der Zuschuss erst ab 2022 gezahlt werden. Hinweis: Wird bei einem Arbeitgeberwechsel nach dem 31.12.2018 eine betriebliche Altersvorsorge weitergeführt, ist davon auszugehen, dass es sich für den neuen Arbeitgeber um eine neue Entgeltumwandlungsvereinbarung handelt und der Zuschuss zu zahlen ist.

Nach dem Wortlaut des Betriebsrentengesetzes ist der Zuschuss nur zu zahlen, soweit Sozialversicherungsbeiträge eingespart werden. Doch Vorsicht: Mit jeder Änderung der Beitragsbemessungsgrenzen und Beitragssätze würde sich nicht nur die Höhe des Zuschusses ändern. Auch die Entgeltumwandlungsvereinbarungen müssten angepasst werden, um in den Vorsorgevertrag stets die vereinbarten Beiträge einzuzahlen. Ein enormer Aufwand für die Personalabteilung und die Lohnbuchhaltung. Besser ist es daher, den Zuschuss in Höhe von 15 Prozent der Entgeltumwandlung zu zahlen.

Die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge sind steuerlich abziehbar und die bezogenen Renten oder Kapitalleistungen steuerpflichtig. Steuerfrei sind Beiträge bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze, sozialversicherungsfrei allerdings nur Beiträge bis zu vier Prozent. Im Jahr 2019 können 6.432 Euro (8 % von 80.400 Euro) steuerfrei eingezahlt werden, davon bis zu 3.216 Euro auch sozialversicherungsfrei. Förderfähig sind alle Arbeitnehmer in ihrem ersten Dienstverhältnis, auch beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH oder rentenversicherungspflichtige Minijobber.

Autor: ALFONS KONSTANTIN AMBROS ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater im auf die Beratung von Hotels und Gaststätten spezialisierten ETL Adhoga Verbund aus Kempten.

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