Steigenberger Grandhotel & Spa PetersbergHistorisches Re-Opening nach zwei Jahren Umbau

Das prestigeträchtige Steigenberger Grandhotel & Spa Petersberg, ehemals Gästehaus des Bundes, hat am gestrigen Montag sein großes Re-Opening gefeiert. In den vergangenen zweieinhalb Jahren war es für rund 40 Millionen Euro saniert worden. Tophotel hat anlässlich der Eröffnung exklusiv mit Direktor Michael Kain gesprochen.

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Rund 600 Gäste, darunter Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, waren zur Wiedereröffnungsfeier auf den Petersberg bei Bonn gekommen. Bundesaußenminister Heiko Maas betonte in seiner Rede die Wichtigkeit des historischen Ortes, an dem Konrad Adenauer einst unter anderem das Petersberger Abkommen aushandelte. Er sagte: “Der Name ,Petersberg‘ steht für eine deutsche Diplomatie.” Auch einige bekannte Gesichter aus Film und Fernsehen feierten zusammen mit der Polit-Prominenz. Darunter die Moderatoren Günther Jauch und Susann Atwell. Besonders stolz zeigten sich die Verantwortlichen von Steigenberger und der Deutsche Hospitality, wie CEO Thomas Willms (auf dem Bild mit Tophotel-Chefredakteurin Nina Fiolka).

Interview mit Michael Kain, Direktor des Steigenberger Grandhotel & Spa Petersberg

Besonders freute sich auch Direktor Michael Kain über das Opening. Er hatte den Umbau federführend betreut. Im Exklusiv-Gespräch mit Tophotel verriet er, warum er gerne baut, worin nach dem Opening die größte Herausforderung liegt und wo sein neuer Lieblingsplatz im Hotel ist.

Tophotel: Herr Kain, Sie waren zuvor im Steigenberger Parkhotel Düsseldorf auch schon für den Umbau zuständig. Sind Sanierungen Ihre Paradedisziplin?

Michael Kain: Ich baue gern – das weiß auch jeder, der mich kennt. Und ich glaube, dass ich ein gewisses Talent dafür habe. Deshalb werde ich sozusagen von Baustelle zu Baustelle geschickt. Ich bin kein Verwalter, bei mir muss immer was passieren – das ist es, was mir Spaß macht.

Die Modernisierungsarbeiten am Petersberg haben über zwei Jahre gedauert. Was ist jetzt, nach der Fertigstellung, die größte Herausforderung?

Jetzt gilt es, das Haus wieder neu zu positionieren. Wir wollen die Stammgäste, die über die Zeit sicherlich auch vereinzelt verloren gingen, wieder neu überzeugen. Und unsere Strahlkraft als Grandhotel nutzen. Dafür brauchen wir sehr gutes Personal. Das Team sinnvoll neu aufzubauen – darin liegt aktuell die größte Herausforderung.

Haben Sie Ihren eigenen Lieblingsplatz in den neu gestalteten Räumen schon gefunden?

Die Vinothek finde ich einfach klasse. Dort kann ich untertags mit meinem Laptop hinkommen und arbeiten. Abends ist es oft so, dass der Tisch immer voller wird, weil viele Gäste vorbeikommen. Ich liebe das: Man startet vielleicht zu zweit, und am Ende sitzen zehn Leute am Tisch. Da habe ich schon die inspirierendsten Gespräche geführt.

Interview: Verena Usleber

Aus dem Archiv: Petersberg – Politischer Schauplatz und Grandhotel

Ende des 19. Jahrhunderts ließ der 4711-Parfümfabrikant Ferdinand Mülhens das ausladende Gebäude im Naturpark Siebengebirge bei Bonn hoch über dem Rhein errichten. Mehrfach umgebaut und erweitert, zwischenzeitlich als Lazarett genutzt und nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst von US-Truppen beschlagnahmt, erlangte das Haus im Herbst 1949 Berühmtheit, als Bundeskanzler Konrad Adenauer dort mit der Alliierten Hohen Kommission das Petersberger Abkommen aushandelte. Ab April 1954 mietete die Bundesregierung das Haus für Staatsbesucher. 1973 allerdings schloss der Hotelbetrieb wieder. Fünf Jahre später erwarb die Bundesregierung das Domizil schließlich, ab 1985 wurde es für umgerechnet rund 70 Millionen Euro modernisiert, und seit 1990 gehört es zur Steigenberger-Gruppe. Inhaber ist auch heute noch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Jetzt wurde das Hotel erneut saniert. Sämtliche Zimmer und öffentlichen Räume wurden behutsam erneuert, der Grandhotel-Charme blieb erhalten. Neu sind die vier modernen F&B-Outlets und der erweiterte Spa-Bereich.

Mehr über den Umbau und weitere Antworten von Hoteldirektor Michael Kain lesen Sie in der Oktober-Ausgabe von Tophotel.

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