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StartBusiness & ManagementStatement der FBMA zur aktuellen Lage: Beherbergungsverbot ist bürokratischer Wahnsinn

Statement der FBMA zur aktuellen Lage Beherbergungsverbot ist bürokratischer Wahnsinn

Mit großer Sorge blickt die Branchenplattform Food & Beverage Management Association e.V., FBMA, auf die derzeitige Situation. Das Beherbergungsverbot schaffe neue Unsicherheit und Herausforderungen. Gleichzeitig fordert der FBMA-Vorstand eine längerfristige Mehrwertsteuersenkung.

FBMA-Präsident und Executive Director DACH der Vienna House Hotelgruppe Oliver Fudickar zeigt sich bestürzt über das Beherbergungsverbot, das die Staatskanzleien der Länder in Abstimmung mit der Bundesregierung auf den Weg gebracht haben. Es führe zu einer wachsenden Verunsicherung und sei ein Flickenteppich mit vielen Unwägbarkeiten, realitätsfern und bürokratisch. „Vielen Kollegen wird so der Boden unter den Füßen weggezogen.“

Aufgrund der aktuellen Sachlage sieht sich die FBMA heute nach eigenen Angaben umso mehr in der Pflicht, die Stimme für ihre Mitglieder, aber auch für alle Vertreter der Branche zu erheben und dafür zu kämpfen, dass der Erlass von durchführbaren Schutzmaßnahmen, die wirklich Sinn machen, aktiv vorangetrieben wird. „Unsere Branche meistert seit Monaten die Coronakrise mit guten Hygienekonzepten und versucht vorbildlich, alle Regeln zum Offenhalten der Betriebe umzusetzen“, betont Fudickar. Doch die nun neu erlassene Vorgabe des Beherbergungsverbotes für Menschen aus Corona Hotspots stelle für die Branche nicht nur einen erheblichen Mehraufwand dar, sondern stehe auch in keinem Verhältnis zu den derzeitigen Umsatzsituationen, fügt der FBMA-Präsident an.

Mehrwertsteuersenkung weiter im Fokus behalten

Neben düsteren Zukunftsszenarien und dem administrativen Aufwand, den all die neuen Maßnahmen erfordern, treiben Fudickar und die Kollegen aus dem FBMA-Vorstand weitere Themen um. Allen voran geht es ums Überleben vieler Betriebe, denn ihre finanzielle Situation ist mehr als angeschlagen. Deshalb unterstützt auch Kerstin Rapp-Schwan, FBMA-Vorstand Gastronomie und Inhaberin der „Schwan“- Restaurants in Düsseldorf, vehement den dringenden Wunsch der Branche, erneut und zielführend mit der Politik in den Austausch zur Mehrwertsteuersenkung zu gehen. Bereits in acht Monaten läuft die Mehrwertsteuersenkung aus. Dann endet eine echte Hilfe fürs Gastgewerbe. Hier fordert die FBMA ein klares Votum der Bundesregierung, das nicht nur administrative Prozesse auf die Branche abwälzt. „Mit einer längerfristigen Senkung und Ausweitung auf Getränke können Gastronomen die existenzgefährdenden Umsatzeinbußen in diesem Jahr auf lange Sicht einigermaßen kompensieren. Denn in einigen Monaten werden Stundungen fällig, Kredite müssen getilgt werden und vieles mehr. Was die Gastronomie jetzt braucht, ist eine langfristige wirtschaftliche Perspektive“ sagt Torsten Petersen, Vorstand der FBMA und Geschäftsführender Gesellschafter der Enchilada Franchise GmbH.

Es gilt, zu handeln

Mit großer Sorge blickt auch Otmar Mutzenbach, FBMA-Vize-Präsident und Geschäftsführer „Schneider Weisse Bräuhaus München“, in Richtung Herbst und Winter. „Allein mit Heizpilzen und Veranstaltungsinseln werden wir die Welt nicht retten. Wir brauchen neue kreative Ansätze, aber das sagt sich so leicht, denn Patentrezepte gibt es nicht. Die Maßnahmen müssen an die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort angepasst werden – und das ist oft schwer und muss auch finanziell zu stemmen sein“ so Mutzenbach.

Des Weiteren wartet der gesamte Veranstaltungsmarkt auf eine Perspektive und das Geschäft der Caterer und Event-Location-Betreiber liegt weiterhin am Boden. „Nun werden bereits die ersten Messen bis Ende März abgesagt“ so Georg W. Broich, Vorstand Catering der FBMA und Inhaber der Broich Premium Catering aus Düsseldorf. „Doch noch ist der Ofen nicht aus. Das Feuer brennt weiter in den Herzen der F&B Branche. Es ist bereits eine Minute vor 12 und somit Alarmstufe Rot“, ergänzt Oliver Fudickar. An der Bereitschaft, gemeinsam erarbeitete und sinnvolle Maßnahmen vollumfänglich umzusetzen, mangele es nicht. „Eindämmung der Pandemie und Schutz der Menschen haben immer Vorrang. Die aktuelle Situation erfordert Flexibilität und realitätsnahe Entscheidungen. Nur so wird unsere systemrelevante Branche nach den anstehenden schwierigen Herbst- und Wintertage noch das Frühlingserwachen erleben“ resümiert das Vorstandsteam der FBMA Deutschland.

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