SpaCamp 2018Das bewegt die Spa-Branche

©The CampCompany

Bei der Veranstaltungsreihe von The CampCompany tauschten sich rund 175 Teilnehmer aus der deutschsprachigen Spa- und Wellness-Hotellerie, dem Gesundheitstourismus sowie der Spa-Industrie über aktuelle Fragestellungen aus und entwickelten gemeinsame Ergebnisse für die Praxis. „Punktlandung – Mittendrin statt nur dabei!“ lautete das Motto des 9. SpaCamp in Hessen.

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Vanessa Borkmann vom Fraunhofer IAO eröffnete die Veranstaltung im Sieben Welten Therme & Spa Resort in Fulda und präsentierte ausgewählte Ergebnisse ihrer Gast- und Hoteliersbefragung „FutureHotel Spa- und Wellness-Erlebnisse“. Demnach nutzen die Gäste den Wellnessbereich in erster Linie zur Mentalen Entspannung, gefolgt von der reinen Freizeitgestaltung. Aus Sicht der Servicefaktoren sind den Gästen eine Rezeption mit Ansprechperson   sowie die Anwesenheit von qualifiziertem Servicepersonal besonders wichtig. Die spontane Buchbarkeit der Spa-Angebote steht klar vor der Buchbarkeit im Vorfeld der Reise.

Die Keynote von Jonas Geißler behandelte das Thema Zeit. In der vormodernen Zeit wurde das Leben nach dem Rhythmus der Naturzeit ausgerichtet. Erst seitdem die Zeit messbar ist, ist Zeit auch Geld. So ergeben sich Dynamiken wie Beweglichkeit, Flexibilisierung und Gleichzeitigkeit, die uns in der Arbeit auch belasten. Anstatt einem klassischen Zeitmanagement sei es demnach besser, Zeiten wieder bewusster wahrzunehmen, orientiert am eigenen Biorhythmus. Geißler ortet daraus auch eine große Chance für die Spa- & Wellness-Hotellerie. Der Gast schätzt es, wenn er die Zeit im Spa vergessen kann.
18 interdisziplinäre Sessions mit gemeinsamen Ergebnissen

Ziel des SpaCamp war es auch in diesem Jahr, Zeit und Raum für neue Ideen zu schaffen und die Kraft der Community für die Weiterentwicklung der Spa- und Wellness-Branche zu nutzen. Aus allen Themenvorschlägen wurden insgesamt 18 Sessions von den Teilnehmern in die Agenda gewählt. Die Ergebnisse der gemeinsamen Diskussionsrunden wurden in interaktiven Mindmaps festgehalten. Hier ein paar Beispiele:

· Die junge Zielgruppe, die sogenannte „Next Generation“ möchte zu 100 Prozent online buchen. Sie arbeitet, um zu leben (nicht umgekehrt), und liebt Emotionalität.
· Spa-Manager wünschen sich mehr kleine, regionale Schulungen mit speziellem Fokus für ihre Mitarbeiter, um punktgenau ausbilden zu können.
· Spa-Retreats, wie Yoga- oder Ayurveda-Wochen freuen sich steigender Beliebtheit bei den Gästen. Anbieter wollen ab sofort besser zusammen arbeiten, um Erfahrungen auszutauschen.
· Vorsicht mit religiösen Zeichen im Spa! Buddhas als dekoratives Element sind (in der Regel) genauso deplatziert wie ein christliches Kreuz.
· Erfolgreiche Spas werden von Teams geführt, die in Resonanz sind. Sie arbeiten nicht nur bei den Aufgaben perfekt zusammen, sondern verstehen sich auf mentaler Ebene. Genau das spürt auch der Gast.

„Uns ist es wichtig, eine gute Balance zwischen Work und Life zu finden. Nur so können die Teilnehmer mit Freude neue Themen aufnehmen, diskutieren und ungewöhnliche Lösungen schaffen“, betont der Initiator Wolfgang Falkner. Das diesjährige Highlight nach dem inhaltlichen Austausch war daher auch die Sieben-Welten-Party am Samstagabend. Viele Teilnehmer folgten dem Aufruf, sich bunt zu kleiden, um damit ein Zeichen für Vielfalt und gegen Ausgrenzung zu setzen. Das 10. SpaCamp findet vom 27. bis 29.9.2019 im neuen Öschberghof in Donaueschingen statt. TIckets gibt es ab 1. Mai 2019. Weitere Infos unter www.spacamp.net

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