Social Media Marketing Der direkte Weg zum Kunden

 

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Mit Spannung wird in diesen Tagen ein neues Format erwartet, die Cinematic Pins. In den ersten Demonstrationen arbeitet Pinterest mit einem Animationsformat, das sich zu bewegen beginnt, wenn der User scrollt. Sobald er stoppt, hält das Video an. Das ist der direkte Gegenentwurf zu Facebooks-Autoplay. Pinterest-Manager Tim Kendall berichtet, dass Testnutzer von automatisch abspielenden Videos so genervt waren, dass man das nicht mehr ins Kalkül zog.

Reisevorbereitungen sind ein wichtiger Anwendungszweck auf der Plattform, eine der vordefinierten Standardpinnwände heißt: Meine nächste Reise. Mit zweieinhalb bis drei Millionen Nutzern hat Pinterest in Deutschland zwar nach wie vor eine überschaubare Reichweite; die Wachstumskurve zeigte im vergangenen Halbjahr allerdings steil nach oben.

In Sachen Reichweite hat Instagram Pinterest längst überholt. Die deutsche Nutzerschaft liegt zwischen dreieinhalb und vier Millionen. Vor allem bei den Unternehmen erfreut sich der Bilderdienst großer Beliebtheit, da die organische Reichweite der Veröffentlichungen sehr hoch ist und über Hashtags gezielt Themen adressiert werden können. In den USA ist das Werbesystem seit Anfang Januar für die Unternehmen geöffnet. In Deutschland gibt es bisher eine Handvoll größerer Partner wie REWE oder Mercedes Benz; die Öffnung soll diesen Sommer erfolgen. Alle Veröffentlichungen deuten darauf hin, dass die Mechanik der von Facebook sehr ähnlich ist. In den US-Anzeigen gibt es explizit auch einen Button zum Blockieren missliebiger Anzeigen.

Die große Popularität der Plattform mit inzwischen 300 Millionen Nutzern hat die Hotelkette Loews benutzt, um den Spieß einfach umzudrehen. Statt eigene Werbebilder zu erzeugen und zu verbreiten, entschied man sich dafür, ausgewählte Nutzerfotos zu lizensieren und zur Kampagne zu machen. Das Ergebnis sind sehr authentische Bilder, die vermutlich auch nicht besonders teuer waren.

Nicht vergessen sollte man beim Social Media Marketing auch das Thema YouTube. Zwar ist die Interaktionsrate auf der Plattform selbst nicht besonders stark, aber die Reichweite und vor allem das faire Bezahlmodell sind verlockend. Entscheidet sich der Werbekunde – der natürlich Video-Content haben sollte – für das TrueView-Format, werden Werbeschaltungen erst kostenpflichtig, wenn der Nutzer mehr als fünf Sekunden zuschaut und nicht »Überspringen« klickt. Freilich ist der Grundpreis dieser Werbeform meistens auch etwas teuer.

Und was ist mit SnapChat? Hier hat man sich ein ganz anderes Werbemodell ausgedacht. Statt in die Auktion zu gehen, kann man die Snapchat-Promotion fest buchen. Für einen Tag liegt das bei schlappen 750.000 Dollar.

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