Social Media Marketing Der direkte Weg zum Kunden

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Die Reichweiten-Giganten Google und Facebook beherrschen die Szene. Und genau deshalb lohnt es sich jetzt, die anderen wichtigen Social- Media-Plattformen genauer anzuschauen, zumal sich Instagram und Pinterest gerade mit neuen Werbeformaten präsentieren.

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Werbung auf WhatsApp? Auch das noch, stöhnt der überlastete Marketer und weiß sich eins mit dem genervten User. Entsprechende Meldungen Anfang des Jahres hatten dann auch zum Gegenstand, dass sich Spam-Versender auf der Messenger-Plattform tummeln würden und wahllos an Mobilnummern Werbebotschaften verschickten. Wer WhatsApp installiert hatte, bekam sie, wer nicht, eben nicht. Ende Januar ließ Facebook schließlich verlautbaren, dass aktuell noch keine konkreten Pläne für die Einführung von Werbeformaten auf WhatsApp existierten.

Aber sollte man den Kanal deshalb außer Acht lassen? Keineswegs. WhatsApp ist eine schnelle und direkte Kommunikationsform und das kann im Bereich der Kundenbindung erfolgreich eingesetzt werden, sofern Ihnen der Gast die Erlaubnis für eine solche Kommunikation erteilt. Es bedarf entweder eines Double-OptIn – der Nutzer muss seine Handynummer selbst verifizieren – oder er meldet sich selbst über WhatsApp bei einer hoteleigenen WhatsApp-Nummer an. Anbieter wie Pylba, Whatsservice oder Whatsbroadcast bieten eine Art Newsletter-Software an, die direkt an WhatsApp-Nutzer ausspielen kann und zum Beispiel Listen mit Telefonnummern verwaltet.

Bei XING und Twitter ist es einfacher. Hier gibt es fest definierte Werbeformate. Man kann also diese Kanäle auch zur Neukundengewinnung verwenden. Vom Prinzip her funktionieren beide Kanäle gleich und hier sieht man, dass Facebook und Google in Sachen Benutzerführung gute Vorarbeit geleistet haben. Man entscheidet sich zunächst für einen Anzeigenzweck, grenzt dann die Zielgruppe ein, legt das Budget fest und befüllt das Format schließlich mit einem bestehenden Post oder neuen Inhalten.

Der Unterschied liegt – abgesehen von Reichweite und inhaltlicher Ausrichtung – vor allem beim Targeting. Hier kann Twitter natürlich über die Hashtags näher an die Nutzerinteressen heranreichen. XING fokussiert auf demografische Parameter, eignet sich also vor allem für Recruiting und die direkte Ansprache der Reiseindustrie oder eventuell bei B2B-Anliegen wie der Suche nach einem IT-Dienstleister. Ähnliches gilt ebenso für Linked-In, das mit rund sechs Millionen Nutzern noch etwas kleiner ist als XING mit acht Millionen. Auch wenn viel in den Medien kolportiert wurde: Sowohl bei Pinterest als auch bei Instagram muss man noch auf Anzeigenformate warten, wenn man heute damit starten möchte. Die Promoted Pins von Pinterest stehen den US-Kunden und ausgewählten »Partnern« zur Verfügung. Man nimmt bislang nur US-Zahlungsmittel entgegen. Interessenten können sich in eine Warteliste eintragen lassen.

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