Die Marke Six Senses steht für den Anspruch, sensibel in die schönsten Landstriche der Erde eingebettet zu sein. Im kommenden Jahr wird die Gruppe am New Yorker High Line Park ihr erstes Stadthotel eröffnen – und auch dort ihren Idealen treu bleiben.

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Das außergewöhnliche Umfeld am High Line Park im Westen Manhattans wählte die Hotelgruppe Six Senses, um dort Ende kommenden Jahres nicht nur ihr erstes Luxushotel in Nordamerika, sondern überhaupt ihr erstes Stadthotel zu eröffnen. Manhattan zählt ungebrochen zu den attraktivsten Wohn-„Pflastern“ der Welt. Das zeigt sich unter anderem darin, dass auch im Banken- und Geschäftszentrum New Yorks immer mehr Wohnhäuser und Parks gebaut werden. Während Wohnprojekte die letzten verfügbaren Baulücken füllen oder als ultraschlanke „Super Skinny Towers“ in die Höhe schießen, liegen die Parks mit ihren Freizeit-, Sport- und Erholungsangeboten vor allem an den Ufern von East und Hudson River.

Eine wichtige Achse, an der in jüngster Zeit viele Grün­flächen und Wohnungen entstanden sind, bildet die High Line im Südwesten Manhattans. Diese 2,3 Kilometer lange ehemalige Hochbahntrasse für Güterzüge wurde 1932 in Betrieb genommen, 1980 stillgelegt und zweischen 2009 und 2019 schrittweise als öffentlicher Park wiedereröffnet. Ausgehend von der 34. Straße im neuen Luxusquartier Hudson Yards schlängelt sich der Park in rund sechs Metern Höhe auf der alten Stahlkonstruktion nach Süden. Und weil die Trasse dabei in der Nähe des Hudson Rivers und mitten durch das von Künstlern und Kreativen geprägte Viertel West Chelsea führt, hat sich die einzigartige Grünfläche zu einem der beliebtesten Publikumsmagneten im Big Apple entwickelt. Im Umfeld entstanden zahlreiche Wohnungsbauprojekte der renommiertesten Architekten aus aller Welt.

Lage, Lage, Lage

Ausschlaggebend für das in Kooperation mit der HFZ Capital Group realisierte Neubauprojekt mit 236 Eigentumswohnungen und 137 Hotelzimmern war die Mikrolage. So nimmt das Baugrundstück, das den Hudson River Park und den High Line Park verbindet, den gesamten Block zwischen zehnter und elfter Avenue sowie 17. und 18. Straße ein. Von dort aus eröffnet sich ein fantastischer Blick über den weitläufigen Fluss bis hin zur Upper Bay mit der Freiheitsstatue. „Dieses Projekt ist ein faszinierender und gleichzeitig spannender Kontrast zu all unseren typischen Six Senses Destinationen. Letztere werden bisher von azurblauem Wasser umspült, finden sich inmitten von Unesco Weltkulturerben oder sind eingebettet in tropische Regenwälder“, so Neil Jacobs, Chief Executive Officer Six Senses Hotels Resorts Spas. Jacobs Worte lassen an die ikonischen Six-Senses-Standorte in Thailand, auf den Fiji-Inseln, den Malediven oder den Seychellen denken, an lange Sandstrände und laue Sommernächte. Angesichts dieser Bilder und vor dem Anspruch der Hotelgruppe, „die Menschen durch sinnliche Erlebnisse und die lokale Kultur zu stimulieren, zu revitalisieren und zu stärken“, stellt sich die Frage, was genau Six Senses in New York bieten wird.

Ein Highlight des Six Senses New York wird der spektakuläre Blick über den Hudson River bis hin zur Upper Bay mit der Freiheitsstatue sein.

Dynamisches Bauensemble aus Apartments und Hotel

Der Reiz des Six-Senses-Standorts im Big Apple liegt in seiner aufregenden Ambivalenz zwischen quirlig-dynamischer Megacity im Osten und dem gut 1,5 Kilometer breiten, stillen Hudson River mit seinen grünen Ufern im Westen. Hinzu kommt ein Neubau, den die Architekten von BIG (Bjarke Ingels Group) als unverwechselbare Landmarke planen, um genau diese Ambivalenz zum Ausdruck zu bringen. Sie entwarfen ein Ensemble aus zwei sehr ähnlichen Hochhäusern („The XI“ bzw. „The Eleventh“), die sich 91 beziehungsweise 121 Meter hoch über mehrgeschossigen Sockelbauten erheben. Damit sich die Türme nicht gegenseitig den Blick versperren und die Aussicht von beiden Häusern sowohl auf die Stadt als auch auf den Hudson River möglich ist, entwickelte BIG unregelmäßige Grundrisse sowie leicht zur Seite geneigte und jeweils in sich selbst verdrehte Gebäudehüllen. Ergebnis sind eindrucksvoll dynamisierte Baukörper, die das Ensemble nicht nur aus jeder Blickrichtung anders erscheinen lassen, sondern ihm – zusammen mit den Travertinfassaden – Maßstäblichkeit verleihen. Der höhere westliche Turm beherbergt vom vierten Obergeschoss bis zur Spitze insgesamt 149 Apartments. Im Ostturm befinden sich über dem zehnten Obergeschoss insgesamt 87 Wohnungen – die unteren zehn Geschosse gehören zum Six Senses Hotel.

Eng verwoben mit dem Umfeld

Der Eingangsbereich des Hotels mit zweigeschossiger Lobby, Restaurants und Besprechungsräumen für kleine Gruppenveranstaltungen und Boardmeetings liegt an der Nordostecke des Ostturms am Rand eines Platzes zur zehnten Avenue. Dieser Platz weitet einerseits auf angenehme Weise den engen Straßenraum auf und bietet Passanten die Gelegenheit zum Luftholen. Andererseits stellt er aber auch den unmittelbar am Gebäude entlangführenden High Line Park sowie die Hotelfassade frei. Die sandbraune Naturstein-Lochfassade verleiht dem Hochhaus eine natürliche Erdung und ist zudem als Reminiszenz an die vielen Natur- und Backsteinfassaden der benachbarten Altbauten gedacht. Eine Besonderheit, die es sonst nirgendwo an der High Line gibt, sind die unter der Hochbahntrasse frei eingeschobenen Baukörper. Sie bieten Platz für Läden und eines der Restaurants und sorgen für eine funktionale und visuelle Vernetzung des Hotels mit der Stadt. Für die direkte Verknüpfung zwischen Platz und High Line Park wird ein neu erstellter Aufgang sorgen.

Durch diese Maßnahmen soll das Six Senses bestens in sein lokales Umfeld integriert werden. Von ähnlicher Sensibilität sollen die 137 jeweils mindestens 40 Quadratmeter großen Gästezimmer und Suiten geprägt sein. Verantwortlich für das Interior des Hotels sind die Pariser Innenarchitekten Gilles & Boissier, deren Vorstellungen noch unveröffentlicht sind. Die in der „Eleventh Sales Gallery“ schon heute präsentierten Modelle und Musterapartments zeigen jedoch zurückhaltend elegante Räumlichkeiten mit viel Holz, Naturstein und anderen natürlichen Materialien, die in ähnlicher Form sicherlich auch im Hotel für jenes gediegen-luxuriöse Ambiente sorgen werden, für die Six Senses bekannt ist. Und wie bei allen anderen Hotelstandorten der Gruppe spielt die Verpflichtung gegenüber der Umwelt auch hier eine wichtige Rolle. Sie wird beispielsweise durch den Einsatz natürlicher Stoffe und die Vermeidung von Kunststoffen, aber auch durch eine LEED-Zertifizierung zum Ausdruck kommen.

Neben einem hoteleigenen Spa-Bereich plant Six Senses auch den 1.600 m² großen „XI Club“, der ausschließlich den Eigentümern der Apartments vorbehalten bleiben soll. (Foto: HFZ Capital Group)

Neue Maßstäbe im Spa- und Wellnessangebot

Noch mehr Aufmerksamkeit als dem Umweltengagement werden die Gäste voraussischtlich dem Wellness-, Fitness- und Spa-Angebot schenken. Dieses ist zwar ohnehin integraler Teil der Marke, soll in New York aber neue Maßstäbe setzen. Neben einem hoteleigenen Spa-Bereich gibt es den 1.600 Quadratmeter großen „XI Club“ sowie den 4.100 Quadratmeter großen „Six Senses Place“ – beide im Gebäudesockel an der 17. Straße untergebracht und beide von Six Senses betrieben. Während der „XI Club“ mit eigenem General Experience Manager, Pools, Kraft- und Gruppenräumen ausschließlich den Eigentümern der Apartments vorbehalten bleibt, steht letzterer Mitgliedern und externen Gästen offen. Das besondere an „Six Senses Place“ ist, dass es dort sowohl um das körperliche als auch um das soziale Wohlbefinden gehen soll. Und so werden nicht nur zahlreiche Pools, Saunen, Fitness-, Behandlungs-, Yoga- und Meditationsräume sowie qualifiziertes Fachpersonal bereitstehen. Zum Angebot gehören auch Vorträge und Diskussionen mit Gesundheitsexperten, Gemeinschaftsbereiche mit Cafés, ein Restaurant, Saftbars, Coworking- und Loungebereiche.

Angesichts dieses Angebots wird deutlich, dass sich der Nachhaltigkeitsgedanke im Six Senses New York nicht nur auf Materialien, Oberflächen und technische Features bezieht, sondern auch stark auf das Nutzungskonzept. Hier treffen Apartmenteigentümer, Mitglieder von „Six Senses Place“, Hotelgäste und externe Gäste aus der Stadt sowie Touristen aus aller Welt zusammen und werden Teil einer Community. In einer Zeit, in der Fernreisen aus Zeit- oder Gewissensgründen nicht immer einfach zu organisieren sind, platziert sich die Gruppe mit ihrem Hotel nun inmitten von Millionen potenziellen Kunden. Gepaart mit dem außergewöhnlichen Standort zwischen High Line Park und Hudson River stehen die Chancen gut, die Neugier vieler Menschen zu wecken. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie bereits Stammgäste sind, die dort ihre Urlaubserlebnisse fortsetzen möchten, oder ob sie zum ersten Mal mit der Marke in Berührung kommen – und dann vielleicht auch andere Standorte besuchen.

Roland Pawlitschko

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