Service Die Digitalisierung des Meldescheins

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Bisher ist ein rein elektronischer Check-in zwar technisch möglich, gesetzlich jedoch nicht erlaubt. Das kann sich jedoch bald ändern, wenn die Bundesregierung einem Antrag der FDP zustimmt und die digitale Unterschrift für den Meldeschein zulässt. Wie das Procedere dann aussehen könnte, wurde vor Kurzem an der Ostsee diskutiert.

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Das Bundesmeldegesetz schreibt bislang eine handschriftliche Signatur sowie die Aufbewahrung der Meldescheine im Zeitraum von einem Jahr vor. In einem Antrag vom 9. April fordert die FDP die Bundesregierung auf, die digitale Signatur von Meldescheinen in Beherbergungsstätten zu ermöglichen und das Gesetz der Meldescheine zu reformieren. Zum einen beschleunigt die digitale Unterschrift den Check-In Prozess. Zum anderen würde die bürokratische Last der Meldescheine für Hoteliers verringert.

Bei der Netzwerkveranstaltung better.connect für Hoteliers  in der Hotel- und Ferienanlage Haffhus am 9. April war unter anderem der digitale Meldeschein ein wichtiges Anliegen. Hoteliers aus der Ostseeregion kamen auf Einladung von Dirk Klein, CDO Hotel- und Ferienanlage Haffhus im mecklenburgischen Ueckermünde, um sich über Digitalisierung der Hotellerie zu erkundigen. Unter dem Motto “Manuell war gestern! – Wie Sprachsteuerung, Mobile Check-In und Self-Ordering den Hotelalltag revolutionieren” informierten Christian Heineck von Betterspace und Suzann Heinemann von GreenSign gemeinsam über die Hotellerie-Trends Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Neben anderen digitalen Features ist der digitale Meldeschein das nächste Pilotprojekt von Betterspace und dem Haffhust. Für Dirk Klein ist Digitalisierung im Hotel von großer Bedeutung, weshalb ihn der Erfolg des Netzwerktages in seinem Hotel besonders freut: „Für mich hat sich wieder gezeigt, dass es doch Hoteliers gibt, die mehr als nur den „Standard“ wollen.“

Mehr als den Standard möchte Dirk Klein, wenn es um den Check-In Prozess in seinem Hotel geht und setzt sich für die Änderung des Meldegesetzes ein. Die Technik ist zwar vorhanden, nur die handschriftliche Signatur steht dem komplett digitalen Check-In noch im Wege. Nicht nur für ihn ist der digitale Meldeschein ein wichtiges und aktuelles Anliegen. Denn eine Gesetzesänderung erleichtert den Check-In-Prozess und die bürokratische Arbeit für Hotelier und Mitarbeiter, wovon letztendlich auch der Gast profitiert.

Erst im vergangenen Jahr hatte sich IHA-Hauptgeschäftsführer Markus Luthe ausgiebig zur Causa Meldeschein geäußert und eine „echte Entbürokratisierung“ gefordert.