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Die Gewinner des 46. Literarischen Wettbewerbs der Gastronomischen Akademie Deutschlands stehen fest. Die Preisverleihung fand anlässlich der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse statt.

Bereits zum 46. Mal kamen auf Einladung der GAD mehr als 150 Autoren, Verleger und Kenner der Genuss-Szene zur Preisverleihung zusammen. Der Literarische Wettbewerb der GAD zeichnet seit 1960 Bücher zu den Themen Kochkunst, Tafelkultur, Genuss und Gastfreundschaft aus. Immer am ersten Tag der Frankfurter Buchmesse heißt es traditionell: »Die Gewinner sind …«. 55 erlesene Bücher ­beziehungsweise deren Autoren und Verlage wurden in diesem Jahr prämiert. »Wir zeichnen Bücher aus, die Appetit machen«, so lautete das Urteil der 44 Experten der Jury des Literarischen Wettbewerbs der GAD.

»An spannenden und informativen Genussbüchern ist kein Mangel, wie die Einreichungen aus 31 deutschsprachigen Verlagen zei­gen«, stellt GAD-Präsident Hubert Möstl fest. Die Bücher greifen gesellschaftliche Trends auf, beispielsweise die Verwendung regionaler Produkte oder die Bio- und vegetarische Küche. Auch avantgardistische und Lifestyle-Themen finden ihren Markt im Segment der »Genussbücher«. Grundsätzlich bleibt es beim Trend der letzten Jahre: Die Bücher sind durchweg in einer hohen Qualität, mit beeindruckenden Fotos und in ansprechendem Design produziert – Bücher also, welche dem Leser Appetit ­machen. GAD-Jurykoordinator Andreas Eggenwirth ergänzt: »Die Jury war beeindruckt vom kreativen Potenzial und dem Facettenreichtum der Neuerscheinungen«.

Elf Goldmedaillen lagen für »besonders empfehlenswerte« Bücher bereit. 43 Silbermedaillen warteten auf weitere Bücher mit dem Prädikat »empfehlenswert«. Ein besonderes Lob sprachen die GAD-Juroren der Auszubildenden-Projektgruppe der Sigloch Edition aus, die ein Buch über die Küchen Afrikas mit ­großem Engagement als ihre Projektarbeit ­gestaltet hat. Dafür vergab die Jury den GAD-­Sonderpreis und würdigte damit das Engagement der »Jüngsten« in diesem Verlag, gemeinsam ein beeindruckendes Thema zu bearbeiten und daraus ein spannendes Buch marktfähig zu machen, so Hans G. Platz, GAD-Pressesprecher. Er führt aus: »Ziel der GAD war und bleibt es, Verlagen und Autoren Anreize zur ständigen Qualitäts-Verbesserung der Literatur der Kochkunst und Tafelkultur zu geben und sich insbesondere auch für die Optimierung von Lehr- und Fachbüchern der gastgewerblichen Branche einzusetzen. Darüber hinaus soll dem Buchhandel bzw. den Lesern Orientierungshilfe bei der Buchauswahl gegeben werden. Diese Ziele werden wir auch zukünftig mit großem Engagement verfolgen«.

Die Vorstellung der prämierten Bücher wurde ergänzt durch einen Vortrag von Andrea Schmoll zum Thema »Kulturerbe Kochkunst«, dem Titel ihres zur Buchmesse erschienenen Hörbuchs. Andrea Schmoll legte dar, wo und wie die französische Küche entstand und schließlich in den Rang eines Unesco-Weltkulturerbes gelangte, nicht zuletzt, um den Funken der Begeisterung überspringen zu lassen und auch hierzulande die Kochkunst als Weltkulturerbe zu etablieren.

Gute Gespräche zwischen Verlagsvertretern, Autoren und den geladenen Gästen der GAD rundeten in zwangloser Atmosphäre einen stimmungsvollen Vormittag ab.

 

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