Sauberkeit, Ökologie und Wirtschaftlichkeit

Der richtige Sanitärunterhaltsreiniger will mit Bedacht ausgewählt sein. Das Thema Ökologie spielt dabei eine immer größere Rolle. (Bild: Bildnachweis 1)

Es ist der Spagat zwischen den Bedürfnissen der Gäste, den eigenen  betriebswirtschaftlichen Ansprüchen und immer häufiger auch dem „grünen Gewissen“, den Hotelbetreiber jeden Tag aufs Neue vollbringen müssen.

Gäste fühlen sich wohl in einer sauberen Umgebung. Diese Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen, sollte oberstes Gebot sein. Ziel für wirtschaftlich erfolgreiche Hotelbetreiber muss es gleichzeitig sein, Reinigungsmittel auszuwählen, die ein möglichst effizientes Arbeiten ermöglichen. „Es geht daher nicht um die isolierte Betrachtung der Kriterien für Reinigungsmittel. Der Schlüssel zum Erfolg ist die Auswahl der richtigen Reinigungsmethoden  und -systeme“, so Manuela Glanzmann, Leiterin der Kommunikationsabteilung beim Schweizer Hersteller Wetrok. Sie rät Hoteliers, sich beraten zu lassen, um für ihr Haus das bestmögliche Reinigungssystem zu finden. Gerade bei Sanitärreinigern sei es wichtig, dass das Produkt beispielsweise auf die lokale Wasserhärte abgestimmt und danach ausgewählt wird.

Hygienesicherheit als A und O bei der Wahl des Reinigers

Hersteller Remsgold weist darauf hin, dass die Hygienesicherheit bei der Auswahl eines (Sanitärunterhalts-)Reinigers im Vordergrund stehen sollte. „Dafür braucht der Hotelbetreiber einen starken Partner, der nicht nur die passenden Produkte liefert, sondern auch den entsprechenden individuellen Service“, so Clemens Berrisch, Leiter Technisches Marketing bei Werner & Mertz Professional mit der Marke Tana. Auf unsere Nachfrage betont er, dass die eingesetzten Produkte nicht nur spezifische Verschmutzungen beseitigen sollten, sondern es auch darauf ankomme, die vorhandenen Materialien nicht zu beschädigen. Außerdem sollten Reinigungsmittel einen angenehmen Raumduft hinterlassen. Und es müssten die jeweils richtigen Produkte für die unterschiedlichen Einsatzbereiche angewendet werden, also ein zielgerichteter Einsatz der Reinigungsverfahren, je nach Ausstattung und Räumlichkeit.

Je weniger Produkte, desto weniger mögliche Fehler

Zusätzlich zu einer sehr guten  Reinigungsleistung ist für einen Hotelbetrieb eine sichere Logistik wichtig.  Dazu gehören saubere Lösungen im geschlossenen System – das heißt beispielsweise in einem ergonomisch geformten Handsprüher mit integriertem Aerosolzerschläger. „Ein wichtiges Kriterium ist die Anzahl der für die Reinigung eingesetzten Produkte: Je weniger Reinigungsprodukte erforderlich sind, desto weniger Fehler können in der Anwendung passieren“, so Franz Felbermeir vom Hersteller  Dr. Schnell. Das Unternehmen biete deshalb beispielsweise mit den „Starken 3 für die Gebäudereinigung“ die komplette Unterhaltsreinigung im Housekeeping mit drei Produkten an. Hand in Hand mit der Wirksamkeit geht nach Ansicht der Experten immer öfter das Thema Ökologie – gerade in der Hotelbranche. Viele Hersteller haben deshalb ganze Produktlinien entwickelt, die mit verschiedenen Umweltlabels (EU-Blume, EU-Ecolabel; EMAS, Cradle to Cradle, Nordic Ecolabel und Österreichische Umweltzeichen) zertifiziert sind. Franz Felbermeir: „Im eigentlichen Sinne ökologisch sind Reinigungsmittel dann, wenn sie hochwirksam sind und sich gleichzeitig umwelt-, gesundheits- und materialverträglich anwenden lassen.“ Entscheidend dafür sei nicht ein Label, sondern die Rezeptur, die perfekte Dosierung und geschulte Anwender – denn dies stifte sinnvollen Nutzen im Hotel: für die Gäste, für die Reinigungskräfte und für den Betrieb des Hauses. Wetrok sieht sich in der Verantwortung, sämtliche Reinigungsprodukte so umweltschonend wie möglich zu entwickeln.  Manuela Glanzmann: „Unser Grundsatz ist es, mit dem nötigen Minimum an Ressourcen ein maximales Reinigungsergebnis zu erzielen. Wetrok Produkte sind bereits bei niedriger Dosierung wirksam und verbrauchen dadurch weniger Chemie.“ Bei Wetrok höre das ökologische Bewusstsein bei den Reinigungsmitteln nicht auf. Das Unternehmen setze auf die Werterhaltung der zu reinigenden Materialien. „Die Hotellerie zieht daraus ökologisch – aber auch ökonomisch – folgenden Nutzen: „Das gesamte zu reinigende Mobiliar bzw. die verbauten Materialien  haben eine viel  längere Lebensdauer und müssen nicht bereits nach ein paar Jahren ersetzt werden.“

„Nicht ein Label ist

entscheidend, sondern die Rezeptur, die perfekte Dosierung und geschulte Anwender.“

Franz Felbermeir, Dr. Schnell

Die rasante Entwicklung von Spezialmaterialien, innovative Reinigungsverfahren, Gesetzesänderungen und Qualitätssicherung stellen Hoteliers jedoch fortlaufend vor neue Anforderungen an die Qualifikation der Reinigungsverantwortlichen und -kräfte. Darauf reagieren alle Hersteller mit besonderen After-Sales-Services. „Um das Ziel einer fach- und umweltgerechten Durchführung von Reinigungsleistung und wirtschaftlichem Erfolg zu erreichen, ist der After-Sales-Service unerlässlich“, ist man bei Tana überzeugt. Deshalb bietet der Hersteller ganzjährig Schulungen und Seminare für Endverbraucher an und erstellt gemeinsam mit dem Kunden Reinigungspläne oder Wirtschaftlichkeitsberechnungen für Objektreinigungen.

Und auch Remsgold schreibt den Servicegedanken groß. Dort sind die Verantwortlichen der Auffassung, dass die Kunden nicht nur die perfekten Produkte für ihre individuellen Bedürfnisse brauchen, sondern auch einen starken serviceorientierten Partner, der berät, Probleme erkennt und Lösungen erarbeitet. Den Bedarf an fachlicher Beratung habe man erkannt und biete mit den eigenen Hygienesicherheits-Zertifikaten den Kunden ein großes Extra an. Das Unternehmen zeige Verantwortung, und der Verbraucher sei auf der (hygiene-)sicheren Seite. |