Rund 15.000 Menschen sollen auf Symptome achtenCorona-Infizierter besucht Europa-Park Rust

Der Europa-Park in Rust empfängt derzeit rund 15.000 Besucher täglich. Bei einem von ihnen wurde nun eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt. (Bild: Europa-Park Rust)

Im Europa-Park Rust hat sich vergangene Woche eine an Covid-19 erkrankte und laut zuständigem Gesundheitsamt “wahrscheinlich ansteckende” Person aufgehalten. Deshalb sollen die übrigen Besucher nun auf mögliche Anzeichen einer Erkrankung achten, wie diesen per Mail mitgeteilt wurde. Insgesamt dürfen aktuell 15.000 Menschen pro Tag den Park besuchen.

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“Das Gesundheitsamt Ortenaukreis und der Europa-Park in Rust informieren, dass sich am Montag, 10. August 2020, eine an Covid-19 erkrankte und wahrscheinlich ansteckende Person zwischen 9.30 und 16 Uhr im Europa-Park aufgehalten hat”, heißt es in der offiziellen Mitteilung des zuständigen Gesundheitsamtes vom heutigen Mittwoch, 19. August. Zwischen 13 und 13.30 Uhr habe die betreffende Person im Restaurant “Bamboe Baai” im Themenbereich Holland gegessen. Die für Restaurants üblichen Hygienevorschriften seien dabei eingehalten worden, erklären die Verantwortlichen.

Besucher werden per Mail informiert

Das Gesundheitsamt sei vom Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg über den Covid-19-Fall in Kenntnis gesetzt worden. “Die engen Kontaktpersonen wurden durch das Gesundheitsamt kontaktiert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. “Alle Personen, die online ein Europa-Park-Ticket für den 10. August 2020 erworben haben, wurden bereits per Mail vom Europa-Park benachrichtigt und darum gebeten, auf mögliche Symptome zu achten und sich gegebenenfalls an ihren Hausarzt zu wenden”, heißt es in der Mitteilung.

Infektionsgefahr laut Amt “sehr gering”

 „Seit Beginn der Pandemie stehen wir in engem und regelmäßigem Austausch mit den Verantwortlichen des Europa-Parks und der Gemeinde Rust und konnten so frühzeitig einen Ablaufplan für einen solchen Fall erstellen“, so Reinhard Kirr, Dezernent für Sicherheit, Ordnung und Gesundheit des Ortenaukreises in Baden-Württemberg. „Die Besucherzahl von nahezu 15.000 Menschen pro Tag macht es für die Behörden unmöglich, jede Person einzeln telefonisch zu kontaktieren. Daher fiel die Entscheidung auf die Kontaktaufnahme per Mail“, so Kirr. Die Infektionsgefahr für Gäste und Mitarbeiter des Europa-Parks an diesem Tag sei laut Gesundheitsamt sehr gering. „Der Europa-Park hat sein Hygienekonzept mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Zudem ist bei den meisten Gästen davon auszugehen, dass überhaupt kein Kontakt stattgefunden hat“, so Evelyn Bressau, Leiterin des Gesundheitsamtes beim Landratsamt Ortenaukreis.

Park-Besucher sollen auf mögliche Symptome achten

Das Gesundheitsamt bittet dennoch alle Personen, die sich an diesem Tag im angegebenen Zeitraum im Europa-Park befunden haben, wachsam zu bleiben. Das bedeutet, eine gute Beobachtung des eigenen Gesundheitszustands bis einschließlich 24. August 2020 vorzunehmen. „Sollte es in diesem Zeitraum zum Auftreten von typischen Krankheitssymptomen für Covid-19 kommen, wie Husten, erhöhte Temperatur, Halsschmerzen, Geruchs- oder Geschmacksstörungen, sollen sich Betroffenen telefonisch an ihre Hausarztpraxis wenden, wo dann ein Test auf Covid-19 erfolgen kann“, so Bressau weiter. Wer an diesem Tag im Park war, kann regulär seine Arbeitsstelle aufsuchen, Kinder dürfen in den Kindergarten gehen. Bis zum 24. August sollten jedoch vorsorglich die Kontaktpersonen möglichst gering gehalten werden.

In einem der zum Park gehörenden Hotels hat sich der Besucher laut einer Pressesprecherin des Unternehmens nicht aufgehalten. Der Betrieb laufe derzeit “ganz normal weiter”, so die Sprecherin auf Tophotel-Nachfrage.

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