Rezidor Hotel GroupWeniger Gewinn trotz wachsendem Markt

Knut Kleiven, Chief Financial Officer der Rezidor Hotel Group

Für die Rezidor Hotel Group war 2016 ein „turbulentes Jahr“, so CFO Knut Kleiven in seinem Jahresbericht über die Geschäftsentwicklung 2016. Zwar vergrößerte die Gruppe mit Sitz in Brüssel im fünften Jahr infolge ihre Marktanteile, der Umsatz dagegen ist um 7,8 Millionen Euro gesunken.

Der Gewinn der Rezidor Hotel Group betrug im vergangenen Jahr 26,4 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 34,2 Millionen. Wie Knut Kleiven berichtet, sei der flächenbereinigte Umsatz um 3,8 Prozent gestiegen und viele Märkte erreichten neue Höchstwerte. Andere Länder wiederum konnten nur Verluste verzeichnen: „Erhöhte Unbeständigkeit durch terroristische Anschläge und der gesunkene Ölpreis haben einige Länder negativ beeinflusst“, so der CFO.

So fiel der RevPAR im Mittleren Osten und Afrika um 7,1 Prozent. Das größte Wachstum bei Rezidor verzeichnete der osteuropäische Markt mit 12,3 Prozent. Auch die Hotels in Skandinavien und Westeuropa steigerten den Erlös pro verfügbarem Zimmer.

Die Gesamteinnahmen sind um 3,6 Prozent auf 961,2 Millionen Euro gesunken. Dies sei ausgelaufenen Pachtverträgen, dem starken Euro sowie dem unterschiedlichen Steuerrecht und Gesetzesänderungen in den verschiedenen Ländern geschuldet. Durch verborgene Steuerlasten verlor man in Deutschland sieben Millionen Euro.

Dennoch sei es weiterhin die Priorität der Rezidor Hotel Group, ein Tochterunternehmen der Carlson Rezidor Hotel Group, den Markt zu erweitern, so Kleiven. Es seien einige Projekte in der Planung – insbesondere wolle die Gruppe auf chinesische Touristen eingehen. „China ist der größte Quellmarkt und bestimmt die Nachfrage“, so der CFO.

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