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StartManagementReport zum deutschen Hotelmarkt: Enttäuschte Betreiber, Expansionspläne, verzögerte Erholung

Report zum deutschen HotelmarktEnttäuschte Betreiber, Expansionspläne, verzögerte Erholung

Die deutschen Hotelbetreiber rechnen damit, dass sich der Markt erst 2023/24 erholen wird und sind eher unzufrieden mit den staatlichen Hilfsprogrammen. Trotzdem sind die Unternehmen, was die Zukunft betrifft, optimistisch und expandieren weiter. Das sind einige Ergebnisse des Reports „Operator Beat“ der Immobilienberatung Cushman & Wakefield.

Die Berater haben für ihren Report mehr als 35 in Deutschland aktive Betreiber befragt. 54 Prozent der Umfrageteilnehmer sind demnach von den Hilfsprogrammen der deutschen Bundesregierung sehr enttäuscht oder enttäuscht. Nur elf Prozent zeigten sich zufrieden. Kurzarbeitergeld und Vereinbarungen mit Eigentümern halfen den Betreibern während der Pandemie am meisten. Schlechter hingegen schnitten Überbrückungshilfen, Steuererleichterung und WSF/KFW ab.

Angespannte Lage für Hospitality-Branche

Bei der Frage, wann sich der deutsche Hotelmarkt wieder erholen wird, sind die Betreiber eher zurückhaltend, wie Cushman & Wakefield (C & W) weiter mitteilt. So erwarten laut Report 54 Prozent der Betreiber erst 2023/2024 eine Besserung. Im letzten „Operator Beat” im zweiten Quartal 2020 ging die Mehrheit noch von 2022/2023 aus.

„Die Lage für Betreiber bleibt weiterhin angespannt. Neben den staatlichen Förderungen haben sich einige Betreiber mittlerweile Kapitalpartner ins Boot geholt oder befinden sich in einem Refinanzierungsprozess“, sagt Stefan Giesemann, Head of Hospitality Germany & Austria bei C & W. Insbesondere die ersten Wochen des neuen Jahres würden richtungsweisend sein, „in welchem Ausmaß es zu weiteren Übernahmen und / oder Verkäufen kommt, die wir zuletzt schon zunehmend beobachten konnten.”

Weiterhin Expansionspläne

Trotzdem denken 76 Prozent der befragten Betreiber, dass sich der deutsche Hotelmarkt im europäischen Vergleich schneller erholen wird. Diese Prognose spiegelt sich auch im Expansionsbestreben wider, so die Immobilienberatung. 89 Prozent der Betreiber expandieren weiterhin in Deutschland. Für die Mehrheit stehe dabei die Risikominimierung im Mittelpunkt, so C&W.

Verstärktes Interesse in Freizeitziele und B-Standorte

Außerdem gaben 76 Prozent an, ein starkes Interesse oder ein verstärktes Interesse in Freizeitdestinationen zu haben. Bei ungefähr einem Drittel der Betreiber hat sich das Expansionsvorhaben in diese Reiseziele im Vergleich zum Vorkrisenzeitraum intensiviert.

Einige Ergebnisse aus dem Operator Beat des vierten Quartals 2020 von Cushman & Wakefield. Zu sehen sind die Top-20-Hotelstandorte gemäß der Übernachtungszahl 2019. Beinahe alle deutschen Standorte stiegen im vierten Quartal in der Gunst der Betreiber, so die Immobilienberater. Kleine Zahlen in den Kreisen zeigen die Entwicklung des Betreiberinteresses im Vergleich zum Q2 2020. (Bild: Cushman & Wakefield)

Neben den Top-Standorten Hamburg, München, Berlin und Köln würden insbesondere die B-Standorte mit einem starken Fokus auf Freizeit wichtiger werden, so die Berater. Dazu zählen etwa die Städte Bremen, Rostock, Freiburg und Münster. Trotz des Pessimismus mit Blick auf eine schnelle Besserung der Marktlage stiegen beinahe alle deutschen Standorte im vierten Quartal 2020 in der Gunst der Betreiber. „Dieses – neben der noch vorherrschenden Skepsis – allgemein verbesserte Interesse der Betreiber“ führt Giesemann auf die erfolgreiche Impfstoffentwicklung zurück.

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