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Start Coronakrise Reaktion auf Zeitungsbericht : Luthe widerspricht Vorwurf, Gastgewerbe würde durch Hilfen Kasse...

Reaktion auf Zeitungsbericht Luthe widerspricht Vorwurf, Gastgewerbe würde durch Hilfen Kasse machen

Speziell Gastronomien und Veranstaltungsgewerbe könnten durch die neuerlichen Finanzhilfen des Bundes derart profitieren, dass sie dadurch mehr hätten, als wäre der Betrieb geöffnet. Das geht aus einem Bericht der Welt am Sonntag vom 29. November hervor. Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA), widerspricht dem nun öffentlich.

Grundsätzlich basiert der Artikel mit dem Titel “Staat gibt für Corona-Hilfen zehn Milliarden mehr aus als nötig” auf einer Berechnung des des Instituts der deutschen Wirtschaft. Demnach profitierten vor allem Gastronomie und Veranstaltungsgewerbe dertart von der aktuellen Finanzhilfe, dass sie oft mehr hätten, als wenn sie geöffnet hätten.

Dazu schreibt Markus Luthe in einem Blogpost von Sonntag: “Gestützt auf eine bislang unveröffentlichte Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) werden vermeintliche Spendierhosen des Bundes kritisiert, der sich im neuerlichen Lockdown großzügiger als nötig geben würde. Nun, aus meiner Sicht ist die Schlagzeile vorsichtig ausgedrückt maßlos überzogen: Entweder das IW oder die WamS agieren nicht mit der erforderlichen Sorgfalt und Genauigkeit!”

Demnach kristisierten die Verfasser, „dass gut ein Viertel der Personalkosten entfällt“. Da stelle sich laut Luthe die Frage, ob den IW-Berechnern entgangen sei, dass bei der Novemberhilfe den Unternehmen das Kurzarbeitergeld (Kug) abgezogen wird. Mithin also im Gastgewerbe mit den Personalkosten das Gros der variablen Kosten?

Luthe weiter: “Ebenso wenig findet sich ein Hinweis auf die Deckelung der Novemberhilfe. Denn schließlich werden eventuell bereits gewährte Soforthilfe, Überbrückungshilfe und sogar der KfW-Schnellkredit (ein zurückzuzahlender Kredit) auch noch abgezogen.” Da bleibe für so manches Hotel kaum etwas übrig von der Novemberhilfe.

“So erhielt der IHA am Freitag vom Steuerberater eines unserer mittelständischen Mitglieder diese Berechnung unter Berücksichtigung des beihilferechtlich maximalen Förderrahmens von 1.000.000 Euro übermittelt”, führt Luthe an:

Soforthilfe 15.000 Euro
Überbrückungshilfe I 150.000 Euro
Überbrückungshilfe II 200.000 Euro
KfW-Schnellkredit 500.000 Euro

 

November-Umsatz 2019 500.000 Euro
Theoretische Novemberhilfe (75%) 375.000 Euro
Bereits ausgeschöpfter Beihilfe-Rahmen (siehe oben) 865.000 Euro
Maximale Novemberhilfe 135.000 Euro

 

* Der Abzug des Kurzarbeitergeldes ist in diese Berechnung noch nicht eingeflossen.

Luthe: “Es bleibt zu hoffen, dass die Bundesregierung Wort halten und den beihilferechtlichen Rahmen auf vier Millionen Euro – und für die bislang im Wesentlichen leer ausgegangenen verbundenen Unternehmen auch noch darüberhinaus – ausdehnen kann. Es ist für viele mittelständische Betriebe schlichtweg überlebensnotwendig.”

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