Ratgeber-Serie Teil 3 – Sicherheit und Schutz vor “leisem” Lärm

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Ratgeber-Serie Teil 3 – Sicherheit und Schutz vor “leisem” Lärm

Zurück zum Ratgeber: Badrenovierung

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Zur optimalen Ausstattung eines Hotelbades gehört, dass Geräusche weder nach innen noch nach außen gelangen. Eine Umfrage ergab, dass Gäste sich dadurch besonders gestört fühlen. Aber auch Trinkwasserhygiene und Brandschutz gilt es unbedingt zu berücksichtigen.

Teil drei unserer Serie in Kooperation mit Geberit behandelt die Aspekte Brand- und Schallschutz sowie Trinkwasserhygiene. Auch diese gilt es vor einer Renovierung zu prüfen und bei der Produktauswahl mit einfließen zu lassen.

8. Hygienespülung als Schutz vor Keimen in Trinkwasserleitungen

Die Geberit Hygienespülung sorgt für einen vollständigen Wasseraustausch in der Trinkwasserinstallation. Die Steuerung und Überwachung sind per App möglich.

In vielen Hotels stehen Zimmer tageweise oder länger leer. Wenn das Bad nicht benutzt wird, werden auch die Trinkwasserleitungen nicht durchgespült. Ein regelmäßiger Wassertausch in den Leitungen ist aber wichtig, da sich im stehenden Wasser gesundheitsgefährdende Keime bilden können. Ein solcher Vorfall kann das Image eines Hotels auf lange Zeit schädigen. Die Gefahr einer Verunreinigung des Trinkwassers besteht vor allem in Häusern mit älteren Sanitärinstallationen, die nicht nach dem neuen Stand der Technik ausgeführt sind. Bei einer Badsanierung sollte deshalb unbedingt auf eine Installation geachtet werden, die hygienisch einwandfreies Trinkwasser sichert.
Nicht immer müssen gleich alle Rohrleitungen erneuert werden. In vielen Fällen genügt bereits der Einbau einer Hygienespülung, die automatisch für den regelmäßigen Wasseraustausch in den vorhandenen Trinkwasserleitungen sorgt. Eine weitere Lösung zum Nachrüsten im Bestand sind elektronische Waschtischarmaturen und WC- Steuerungen. Auch sie spülen die Leitungen in voreingestellten Intervallen automatisch durch.

9. Schallschutz berücksichtigen

Damit das Bad wie hier im Hotel Hoeri am Bodensee zur Wohlfühloase wird, sollte auch das Thema Schallschutz bei der Produktauswahl beachtet werden.

Hotelgäste fühlen sich durch Geräusche aus Sanitärinstallationen oft ebenso gestört wie beispielsweise durch Türenschließen und Geräusche aus den Nachbarzimmern, so das Ergebnis einer Gästebefragung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik. Bei den Badgeräuschen handelt es sich meist um „leisen Lärm“, der jedoch Spitzen enthält, die zu massiver Belästigung führen können. Auch ist die Benutzung des Bads eine sehr private Angelegenheit – dringen Geräusche nach außen, ist das für Gäste, drinnen wie draußen, sehr unangenehm. Die DIN 4109 enthält Vorgaben zu Schalldämmung, Trittschallschutz und Schallpegeln von haustechnischen Anlagen und Installationen. Sie definiert sowohl Mindestanforderungen als auch Richtlinien für erhöhten Schallschutz. Auf der sicheren Seite ist, wer auf schalldämmende Systeme setzt, bei denen alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind.

10. Brandschutzvorgaben bei Modernisierung überprüfen

Geberit Key Account Manager Hotel Norbert Steffens (links) betreut neben internationalen Ketten auch private Hoteliers, wie Siegfried Schaffer, Geschätsführer des Hotel Hoeri.

Brandschutz ist Ländersache. Die speziellen Anforderungen für Hotels werden meist in Beherbergungsstättenverordnungen festgelegt. Darin geht es um die Gestaltung von Rettungswegen, um Fragen der Sicherheitsorganisation und um die Brandschutzanforderungen von Bauteilen und Gebäudeausstattung. Bei der Modernisierung von Bädern werden Brandschutzvorgaben dann relevant, wenn in den Gebäudebestand eingegriffen wird, wenn also Wände oder Decken durchbrochen werden. Diese Durchbrüche müssen entsprechend den esetzlichen Vorschriften abgeschottet werden. Doch auch wenn nicht so gravierend in den Bestand eingegriffen wird, können sich die brandschutztechnischen Anforderungen für das Gebäude verschärfen. Ob ein Bestandsschutz besteht, muss immer individuell durch den ausführenden Handwerksbetrieb geprüft werden. Es empfiehlt sich, einen Handwerker zu beauftragen, der sämtliche Gewerke koordiniert. Das vereinfacht den Bauprozess und schließt böse Überraschungen während des Umbaus weitgehend aus.

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