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StartBusiness & ManagementProjekt Luftreinigungstechnik vom Dehoga Bayern::Fraunhofer-Institut erarbeitet Leitfaden für Hotellerie und Gastgewerbe

Projekt Luftreinigungstechnik vom Dehoga BayernFraunhofer-Institut erarbeitet Leitfaden für Hotellerie und Gastgewerbe

Der Dehoga Bayern und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft haben ein Projekt gestartet, um mit Hilfe neuer Lösungen die Virenlast in Großraumbereichen kostengünstig und ohne großen baulichen Aufwand zu verringern. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP hat schon erste Zwischenergebnisse. Der Verband erläutert zudem, worauf Betriebe achten sollten.

Das Fraunhofer IBP untersucht auf Initiative des Dehoga Bayern, wie die Ansteckungswahrscheinlichkeit über Aerosole reduziert und damit der Betrieb von Großraumbereichen kostendeckend gewährleistet werden kann. Das bayerische Wirtschaftsministerium fördert das Projekt.

Bei den Untersuchungen zeichnet sich ab, dass nicht nur die bereits bekannte Abscheidung durch HEPA-Filter – bei ausreichendem Luftvolumenstrom – die Virenlast reduziert, so der Verband. Auch Technologien wie UV-C, Ionisierung oder Ozon-Luftreinigung entfalten eine Wirkung. Das Zwischenfazit der Wissenschaftler laute: Wenn die erforderlichen Grenzwerte eingehalten werden, überwiege klar der Nutzen dieser Geräte, um die Ansteckungswahrscheinlichkeit zu reduzieren.

Ziel des Projektes ist es, Empfehlungen für unterschiedliche gastgewerbliche Raumsituationen zu entwickeln. Dazu zählen auch Bars und Kneipen bis hin zu Veranstaltungs- und Konferenzräumen. „In Form eines freiwilligen Baukastens sollen Erweiterungen der funktionierenden Hygienekonzepte ermöglicht werden, die jedoch nicht verpflichtend sind“, heißt es weiter.

Worauf ist zu achten?

Luftreinigungsgeräte sind immer ergänzend zu den bereits bestehenden Lüftungskonzepten zu sehen, die für die notwendige Außenluft sorgen, betont der Verband. Pauschale Aussagen über die Geräte lassen sich dabei nicht treffen.

Wer sich überlege, ein Luftreinigungsgerät anzuschaffen, sollte sich vom Verkäufer das Sicherheitskonzept und die Geräteeigenschaften erklären lassen, rät der Verband. Auch zu einer umfassenden Konformitätserklärung sollte der Interessierte sich genau beim Verkäufer erkundigen. Er soll sich die Funktionsweise erläutern lassen. Zudem solle der Interessierte darauf achten, dass das Gerät auch bei mittlerer Betriebsstufe ein ausreichend großes Luftvolumen fördert.

Relevante Fragen für das Kaufgespräch

Eine Auswahl relevanter Fragen für ein Gespräch wären zum Beispiel, ob das Gerät des Herstellers für das vorgesehene Anwendungsszenario geeignet ist. Auch wichtig zu wissen wäre, ob bei der Luftreinigung Ozon entsteht und wenn ja, ob dabei die Grenzwerte eingehalten werden.

Weitere relevante Fragen sind etwa: Wie werden mögliche Beiprodukte, die bei Plasma-/Ionisierung-/UV-C-Behandlung entstehen, zurückgehalten oder abgebaut? Werden die Richtwerte für flüchtige organische Stoffe in dem Einsatzumfeld eingehalten? Ist die UV-C-Strahlung abgeschirmt und das Produkt so sicher, dass die Strahlung nicht in die Umgebung gelangt?

Filter- oder Röhrenwechsel berücksichtigen

Außerdem wichtig zu fragen: Sind Filter ausreichend effektiv, um die Kleinstpartikel wie Viren auch aufhalten zu können – im Regelfall Güteklasse H13 oder H14? Gibt es Hinweise oder sogar eine Erinnerungsfunktion der Geräte, dass Filter oder Röhren nach einer bestimmten Nutzungszeit gewechselt werden müssen?

Denn wenn die Filter nicht rechtzeitig nach einigen Monaten erneuert werden, können sie selbst wieder zur Quelle von Schadstoffen werden, so der Verband. Ebenso müssten UV-C-Röhren nach einer bestimmten Zeit wieder gewechselt werden, im Regelfall nach circa 8.000 Betriebsstunden. In der Praxis sollte man deshalb auch darauf achten, dass neben den Anschaffungskosten laufende Kosten, beispielsweise für die Erneuerung von Filtern oder UV-C-Röhren, anfallen.

Lärmemissionen beachten

Ebenfalls sollte die Lautstärke der Geräte akzeptabel für den Einsatzort sein. Das Fraunhofer IBP empfiehlt hier typischerweise Schalleistungspegel kleiner 50 Dezibel in der Bewertungskategorie A für Gasträume.

Weitere Informationen zum Thema hat der Dehoga Bayern in einem Artikel in seiner Mitgliederzeitschrift Gastgeber Bayern bereitgestellt. Dieser steht auf den Seiten 44 bis 45 (hier zum Download).

 

 

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