Professioneller Brandschutz für RettungsflureDem Feuer keine Chance geben

I-Kanäle schützen Kabel und Rohre

Klassifizierte Elektroinstallationskanäle, auch I-Kanäle genannt, sind als Abschottungsmaßnahme in der Wanddurchführung und Brandlastenkapselung im Rettungsweg das optimale Brandschutzprodukt für Neubauten und haben sich über Jahrzehnte bewährt. Sie bestehen entweder ausschließlich aus Plattenmaterialien oder weisen Blechummantelungen auf, die mit Mineralwolle, Silikat- oder Gipsplatten ausgekleidet sind. So bieten sie deutlich mehr Sicherheit für Flucht- und Rettungswege und beugen möglichen großen Folgeschäden effektiv vor. G+H war der erste Hersteller, der 2007 einen Installationskanal entwickelt und geprüft hat, der aus einem Blechkanal besteht, in dessen Inneren ein Dämmschichtbildner (mit Dämmdicken von ein bzw. zwei Millimetern) aufgebracht ist. Dieser Dämmschichtbildner reagiert aktiv bei Hitze, schäumt auf, schmiegt sich wie eine innen liegende Isolierung auf die Kabel und Rohre und verhindert damit zusätzlich zu den gestellten Temperaturanforderungen eine Brandweiterleitung im Inneren des Kanals. Die Vorteile dieser neuen Werk­stoffkombination liegen auf der Hand: Der Blechkanal kann mit handelsüblichem Blechbearbeitungswerkzeug einfach bearbeitet werden. Darüber hinaus ist er einfach, schnell und leicht zu montieren – selbst bei schwierigen und engen Platzverhältnissen.

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In Neubauten sind sogenannte I-Kanäle die sicherste Lösung, um Brandlasten zu kapseln.

Wie die Kabelvollbandage erfolgt die Montage (auch durch Wände) völlig staubfrei, sodass die Lösung auch in sensiblen Anwendungsbereichen zum Einsatz kommen kann. Dieses System gibt es auch in runder Ausführung. Damit können die in der Praxis häufig anzutreffenden brennbaren und nichtbrennbaren Rohre mit Synthesekautschukisolierungen in Rettungswegen schnell – auch nachträglich – ummantelt werden. Insbesondere Produktionsbereiche sind so ausreichend lang vor Feuer geschützt, Ausfälle und damit verbundene wirtschaftliche Schäden werden verhindert.

Fazit: Es gibt unterschiedliche Lösungsansätze, Brandlasten in Rettungswegen zu kapseln und die gestellten Schutzziele zu erfüllen. Die sicherste Maßnahme stellen klassifizierte Installationskanäle dar. Bei Neubauten sollte dieser Lösung unbedingte Priorität gewährt werden. Kann eine geordnete Leitungsführung geplant werden, ist dies sicherlich auch die ­wirtschaftlichste Vorgehensweise. Die ­anderen dargestellten Lösungen haben vor allem im Bestand in Verbindung mit ­einem Brandschutzkonzept ihre Berech­tigung. | Dipl.-Ing. (FH) Heidi Burow-Strathoff, G+H Isolierung GmbH, Planung und Entwicklung

Infos

www.guh-isolierung.de

DIBt-Zulassung für Kabelbandagen

Seit 2006 gibt es für diese Produkte Anwendungszulassungen vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt). In diesen Zulassungen wird Folgendes bescheinigt:
Kabelbandagen behindern die Brandentstehung und verhindern eine Brandweiterleitung im Falle der Selbstentzündung durch Kurzschluss oder Überhitzung der Kabel.
Kabelbandagen erfüllen bei einer Brandbeanspruchung von außen die Anforderungen an schwer entflammbare Baustoffe.
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