Professioneller Brandschutz für RettungsflureDem Feuer keine Chance geben

Wird ein Bestandsgebäude zu einem Hotel umfunktioniert, liegt es am Hotelier, für den notwendigen Brandschutz zu sorgen. Professionell gekapselte Brandlasten sind eine Möglichkeit, den Schutz in Rettungswegen zu erhöhen und eine schnelle Evakuierung zu gewährleisten. (Bild: Fotolia.com – animaflora)
Ein Brand ist für jeden Hotelier die größtmögliche Katastrophe. Die Existenz des gesamten Betriebes steht auf dem Spiel und im schlimmsten Fall auch Menschenleben. Eine elementare Rolle spielen deshalb professionell ausgestatte Flucht- und Rettungswege. Hier lesen Sie, mit welchen Maßnahmen Sie gut gerüstet sind.

Wenn in einem Hotel Feuer ausbricht, geht es um die Sicherheit vieler Menschen. Deshalb kommt es im Brandfall darauf an, dass die Flucht- und Rettungswege in einem Gästehaus so professionell ausgestaltet sind, dass sie einem Feuer möglichst lange standhalten. Versagt der eingebaute Brandschutz, können Gäste und Hotel-mitarbeiter nicht mehr sicher flüchten, ihr Leben steht auf dem Spiel. Seitens des Gesetzgebers gibt es deshalb grundsätzliche Vorschriften über die Anzahl und die Gestaltung der Flucht- und Rettungswege, wie etwa, dass sie im Brandfall „ausreichend lange nutzbar“ sein müssen. Zusätzlich sollen Baustoffe in Treppenräumen und Fluren aus nicht brennbarem Material bestehen.

Der kleinste Kurzschluss kann zum Großbrand führen

Brennbare Baustoffe müssen mit Bekleidungen aus nichtbrennbaren Baustoffen versehen werden. Doch damit ist der Konflikt in der praktischen Umsetzung schon vorprogrammiert. Während Bauherren bei Neubauten noch konstruktiv die nötigen Maßnahmen treffen können – beispielsweise indem Kabel in klassifizierten Installationskanälen geführt werden –, so stellt sich der Sachverhalt bei älteren Gebäuden völlig anders dar. Dort queren nicht selten Kabel- und Rohrdurchführungen aus brennbaren Baustoffen vereinzelt oder gehäuft in Bündeln oder Trassen wichtige Rettungswege. Schon ein Defekt oder ein Kurzschluss reicht aus, um einen Brand auszulösen. Dieses Dilemma fällt oft erst dann auf, wenn ein Gebäude etwa zu einem Hotel umfunktioniert wird und sich damit die Nutzung ändert oder erweitert. Dann ist es Ihre Pflicht als Hotelier, die aktuellen Brandschutzanforderungen zu erfüllen.

Geprüfte Kabelbandagen lassen sich nachträglich einbauen

G+H Isolierung und andere Hersteller haben aus den Erfahrungen in Bestandsbauten vor mehr als 20 Jahren die sogenannten Kabelvollbandagen entwickelt. Sie kommen in Verbindung mit einem Gesamt-Brandschutzkonzept zum Einsatz und bestehen in der Regel aus einem Glasträgergewebe, auf dem beidseitig ein dämmschichtbildender Baustoff aufgebracht wird. Da die Dicke der Bandagen oftmals nur wenige Millimeter beträgt, können sie problemlos nachträglich um die zu schützenden Kabel gelegt werden, selbst an beengten Stellen. Zur Befestigung und zum Verschließen verwenden Monteure in der Regel nicht brennbare Klammern, Drähte oder Bänder. Bei Hitzeeinwirkung schäumt der dämmschichtbildende Baustoff kurz auf und verzögert so die Brandausbreitung. Dank ihrer einfachen Handhabung und der staubfreien Montage ist eine schnelle und einfache Verarbeitung der Kabelbandagen möglich. Zudem gibt es hinsichtlich der Abmessungen der Kabel beziehungsweise Kabelanlagen keine Einschränkungen. Auch zusätzliche Abhängungen oder Unterstützungen sind nicht nötig. Ein weiterer Vorteil ist, dass Nachinstallationen jederzeit möglich sind, da sich die ­Bandagen leicht wieder öffnen lassen. Kabel­bandagen dürfen zwischen raumabschließenden Bauteilen verbaut werden. Sie wirken nicht nach dem Abschottungsprinzip. Da aber bei einer Brandbeanspruchung der Kabelbandage eine Rauch­freisetzung nicht ausgeschlossen werden kann, ist der Einsatz von Kabelbandagen in Flucht- und Rettungswegen im Gegensatz zu anderen Brandschutzmaßnahmen nur über eine genehmigte Abweichung durch die Untere Bauaufsichtsbehörde zulässig. Der Einsatz der Kabelbandage muss hierfür in einem Brandschutz­konzept begründet werden. Jeweils im Einzelfall muss entschieden werden, ob zusätzliche Kompensationsmaßnahmen wie die Installation einer Brandmeldeanlage ergriffen werden müssen.