Probleme unter anderem beim Abrufen der LeistungenDehoga startet Umfrage zur Zufriedenheit mit Corona-Hilfspaketen

Der Dehoga hat eine Umfrage gestartet zum Thema Hilfsmaßnahmen des Bundes und der Länder in Folge der Coronakrise. (Bild: Screenshot: Dehoga/www.surveymonkey.de/r/dehoga_umfrage_corona_hilfsmassnahmen)

Die Hilfspakete von Bundesregierung und Ländern sind geschnürt. Doch es gibt unter anderem Schwierigkeiten bei der Antragstellung; zudem befürchtet der Dehoga, der Mittelstand werde nicht von den Maßnahmen profitieren. Jetzt hat der Dehoga eine Umfrage gestartet, um die Probleme der Hoteliers abzufragen.

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Die Auswirkungen des Coronavirus seien dramatisch, heißt es in dem offiziellen Schreiben des Dehoga. Zwar haben Bund und Länder Hilfspakete in Milliardenhöhe geschnürt, um die Wirtschaft zu unterstützen. Doch, so die Befürchtung des Dehoga: “Mit Schreiben vom 24. März haben wir gegenüber der Bundesregierung bereits zum Ausdruck gebracht, dass die Maßnahmen insbesondere im Mittelstand nicht greifen werden.”

Reaktionen aus der Branche hätten diese Befürchtungen auch bereits bestätigt. Probleme bereiteten ebenso die Soforthilfen der Länder für kleinere Unternehmen. Die Kriterien und Anforderungen an eine erfolgreiche Antragstellung seien völlig unterschiedlich in den Bundesländern geregelt, was zu Problemen führt.

Deshalb startet der Dehoga eine Umfrage in der Branche, um ein genaues Bild darüber zu erhalten, welche Maßnahmen helfen und welche erheblichen Probleme weiterhin bestehen. “Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich bis Freitag, 3. April 2020, an der Umfrage beteiligen. Schon jetzt setzen wir auf Ihre breite Teilnahme”, heißt es von Seiten des Dehoga. Nur so könne man der Politik vermitteln, dass “weiterhin akuter Handlungsbedarf besteht.”

Entschädigungsfonds gefordert

Fritz Engelhardt, Vorsitzender des Dehoga Baden-Württemberg, fordert in einem Video ergänzend zur Corona-Soforthilfe des Landes einen Entschädigungsfonds. Auch er bittet alle Gastronomen und Hoteliers, an der aktuellen Umfrage  zu den Hilfsmaßnahmen des Bundes und der Länder in Folge der Corona-Krise teilzunehmen.

(Update: In Baden-Württemberg werden die Soforthilfen des Landes künftig ohne Prüfung des privaten Vermögens ausbezahlt. Das hat Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Sonntag, 29.03.2020, klargestellt.)

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