7 Tipps für Gastgeber So kommen Sie entspannter durchs Weihnachts-Geschäft

Auch für das Service-Personal ist gute Organisation wichtig. (Bild: Pixabay)

Von wegen besinnliche Zeit: Gerade Gastronomen verlangen die Wochen zum Jahresende oft einiges ab. Christian Bauer, Geschäftsführer des Unternehmens Resmio, das sich mit digitalen Managementlösungen in der Branche beschäftigt, gibt sieben Tipps, wie auch F&B-Professionals entspannt durch die Feiertage kommen:

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Für Gastronomen ist die Weihnachtszeit sehr arbeitsintensiv. Weihnachtsspecials müssen geplant, beworben und angeboten werden – ein Spagat im sonst eh schon stressigen Restaurantalltag. Doch der Stress lohnt sich, denn gerade zu dieser Jahreszeit greifen die Gäste gern tiefer in den Geldbeutel. Christian Bauer, Geschäftsführer von Resmio weiß, welche Vorbereitungen Gastronomen treffen müssen, damit das Weihnachtsgeschäft nicht in Stress ausartet.

1. Gäste müssen auf Social Media und der Webseite informiert werden

Wichtig ist, dass die Gäste wissen, wie das Restaurant über die Feiertage geöffnet hat, denn viele Lokale sind über die Weihnachtsfeiertage restlos ausgebucht. Daher ist es sinnvoll

Christian Bauer ist CEO von Resmio und Experte für Digitalisierung in der Gastronomie. Der Mehrfach-Gründer startete seine Karriere in frühen Jahren als Hotelfachmann. Mit 30-jähriger Gastronomieerfahrung kreierte er aus dem als Reservierungstool gestarteten Unternehmen eine internationale Managementlösung für Restaurantbesitzer, die die Digitalisierung im eigenen Betrieb vorantreiben möchten. Der 37-Jährige ist zudem in beratender und leitender Funktion tätig bei Branchengrößen wieder hotel.de.

anzugeben, bis wann noch Reservierungen angenommen werden können. Die sozialen Medien dienen den Gästen nicht nur als Informationskanal. An Weihnachten planen Kunden gern im Voraus und erkundigen sich online, wo sie mit ihren Liebsten essen gehen können. Ob Instagram oder Facebook – der Kanal sollte durch regelmäßige Social-Media-Präsenz auch die weihnachtliche Atmosphäre einfangen. Leckere Weihnachtsmenüs, Videos oder Bilder vom Team stimmen die Kundschaft auf die besinnliche Zeit ein.

  1. An frühzeitige Warenplanung vor den Festtagen denken

Im Dezember bieten viele Restaurants neben den gängigen Gerichten auch Weihnachtsspecials an. Daher sollten sich Gastwirte früh genug über die Warenbeschaffung Gedanken machen. Welche Waren werden abseits der üblichen Bestellliste benötigt? Wie teuer werden diese sein? Wer im Vorhinein höhere Zahlungen für die Waren einkalkuliert, ist im Vorteil. Denn an Weihnachten erhöhen die Händler für gewöhnlich ihre Preise für saisonale Produkte. Darüber hinaus kommen Heiz- und Stromkosten dazu, die aufgrund der kalten Jahreszeit und der weihnachtlichen Dekoration entstehen. Auch Weihnachtsaushilfen und das Stammpersonal sollten mit einem motivierenden Bonus versorgt werden.

  1. Weihnachtliche Getränke- und Menüspecials kommen an

Sobald die Tage kürzer und kälter werden, freuen sich Kunden über etwas, das ihre kalten Hände aufwärmt und den Christmas-Spirit bei ihnen weckt. Neben ausgefallenen Kreationen suchen Gäste nach Geborgenheit und Altbekanntem. Dauerrenner sind Punsch, Glühwein, Likör und heißer Orangensaft. Wichtig hierbei ist, sich vom Rest abzuheben. Dabei reicht es schon, manche Ideen zu variieren und besonders einprägsam mit bekannten Produkten zu bewerben.

Weihnachtliche Menüs peppen nicht nur jede Speisekarte auf, sondern machen auch die Gäste glücklich. Ob verschiedene Braten, Rotkraut oder ausgefallenere, kulinarische Gerichte aus aller Welt – einer leckeren Speisenvielfalt ist keine Grenzen gesetzt. Da viele Geschäftsessen im November und Dezember stattfinden, müssen besondere Bedürfnisse der Besucher mit eingeplant werden. Sind Vegetarier oder Veganer dabei? Hat jemand Allergien? Mit einer kleinen Info auf der Winterspecial-Karte sind all diese Fragen beantwortet. Außerdem sollten die Menüs mit einem Dessertspecial harmonieren. Besonders an Weihnachten lassen sich die Gäste für süße Nachspeisen begeistern. Heiße Handmade-Produkte wie zum Beispiel zimtiger Apfelstrudel mit Vanilleeis sind nicht nur im Trend, sondern rufen durch ihre markanten Gerüche Erinnerungen hervor, die Menschen mit Weihnachten verbinden. Typische Düfte sind unter anderem Zimt, Spekulatius, Glühwein, Orange und natürlich der Bratapfel. Mit diesen Speisen und Getränken auf der Karte kann das Geschäft nur gelingen.

  1. Reservierungssystem nutzen ist sinnvoll

Ein Reservierungssystem erspart nicht nur zeitraubende Anrufe, sondern lässt die Gäste direkt online prüfen, ob noch ein Tisch zu ihrer Wunschzeit frei ist. Dies ist für die Kunden besonders angenehm, da sie bequem reservieren können, ohne minutenlang in der Warteschleife zu hängen. Wichtig ist, dass das Restaurant nicht überbucht wird, das vermiest nicht nur den Mitarbeitern die Laune, sondern vergrault auch zukünftige Besucher.

  1. Bedürfnisse der Mitarbeiter noch mehr berücksichtigen

Ein Unternehmen ist immer nur so gut wie seine Mitarbeiter. Auch wenn die Weihnachtsperiode eine der stressigsten Phasen im Jahr ist, muss den Angestellten Zeit mit ihren Liebsten eingestanden werden. Hier ist es hilfreich vorher eine Teambesprechung durchzuführen, in der die Mitarbeiter die Chance haben, ihre Bedürfnisse zu schildern. Diese anzuhören und möglichst auf sie einzugehen, ist eine wichtige Zutat für eine gute Zusammenarbeit. Auch kleine Aufmerksamkeiten können Wunder bewirken. Besonders in diesen Stressphasen müssen krankheitsbedingte Ausfälle einkalkuliert werden, denn Winterzeit bedeutet leider auch Erkältungszeit.

  1. Zusätzliche Helfer brauchen gutes Briefing

Damit der Trubel unerfahrene Weihnachtsaushilfen nicht völlig aus der Bahn wirft, ist es wichtig, dass diese richtig eingearbeitet werden. Deshalb sollten Gastronomen frühzeitig mit der Suche nach Hilfskräften beginnen. Hilfreich ist es, die Arbeitszeiten des Neuen mit einem erfahrenen Angestellten zu mischen. Auf diese Weise wird er oder sie sofort ins Team eingeführt und entsprechend eingearbeitet. Ein guter Service ist für viele Gäste das A und O. Dementsprechend wird stressbedingte Unfreundlichkeit streng geahndet. Das bedeutet nicht nur kein Trinkgeld, sondern auch schlechte Bewertungen und Kommentare in sozialen Medien. Im Gegenzug wird besondere Freundlichkeit aber auch belohnt.

  1. Vorausplanen fürs neue Jahr lohnt sich!

Nachdem die Weihnachtsfeiern und Silvesterpartys vorbei sind, beginnt mit dem neuen Jahr die Winterflaute in der Gastronomie. Um Zeit einzusparen und Geld zu verdienen, kann das Weihnachtsmarketing gleich mit dem für das kommende Jahr verbunden werden. Mit Rabattgutscheinen, welche ab Januar gelten, kann beispielsweise ein baldiges Wiedersehen mit den Gästen gesichert werden. Außerdem werden diese sich über die reduzierten Preise freuen, da bei vielen aufgrund der üppigen Weihnachtsgeschenke der Geldbeutel geschont werden muss.

Quelle: Resmio

 

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