Trendbarometer MünchenPreistreiber Oktoberfest

Schon heute die Entwicklung des Marktes von morgen kennen – das ist die Intention des Trendbarometers der Fairmas Gesellschaft für Marktanalysen mbH, exklusiv in Kooperation mit Tophotel. Diese Ausgabe im Fokus: der Hotelmarkt in München.

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Die Hoteliers an der Isar frohlocken, schließlich ist wieder Wiesn-Zeit – und das bedeutet volle Betten bei stattlichen Zimmerpreisen. Richtig teuer wird es am sogenannten »Italiener-Wochenende«. Eine Übernachtung vom 24. auf den 25. September schlägt im Durchschnitt mit 227 Euro zu Buche, in der Folgenacht sind es 236 Euro. Spitzenreiter ist aber der Freitag: Für die Übernachtung vom 26. auf den 27. September zahlen die Gäste rund 239 Euro für ein Münchner Hotelzimmer – das sind rund 119 Prozent mehr als im Jahresmittel. Im Vergleich zum vergangenen Jahr werden sich die Hotelpreise kaum ändern: 2013 gaben die Gäste für ein Zimmer 213 Euro pro Nacht aus. Für dieses Jahr sehen jene Hoteliers, die ihre Kenn- und Planungszahlen dem Benchmark-Experten Fairmas zur Verfügung stellen, im September nur geringe Verschiebungen nach oben. Nach wie vor sind die Raten aber ebenso wie die Belegungszahlen auf Top-Niveau. Verantwortlich hierfür sind neben dem Oktoberfest zwei große Kongresse. Der »ERS International-Kongress« (6.-10. September) und der »DGN-Kongress« (15.-19. September), einer der größten Medizinkongresse der Bundesrepublik mit mehr als 5.000 Teilnehmern, sind seit Monaten stark nachgefragt und werden zu sehr guten Raten verkauft.

Den restlichen Jahresverlauf blicken die Isar-Hoteliers entspannt entgegen, vor allem für den November zeichnet sich ein deutliches Plus bei Belegung (+6,9 Prozent), Rate (+8,9 Prozent) und RevPAR (+16,3 Prozent) ab. Ein Grund hierfür sind besucherstarke Messen wie die »Heim+Handwerk« oder die »electronica«. Dieses positive Jahresfinale wird viele Manager versöhnlich stimmen, gab es doch gerade von März bis Juni ein starkes Auf und Ab in allen Disziplinen. Hauptverantwortlich war hierfür das Fehlen großer Messen wie der »Bauma«, gleichzeitig hatte man sich mehr Städtereisende erhofft. So blieb beispielsweise die Zahl der arabischen Gäste, die vor dem Ramadan noch einen Besuch nach München machen sollten, weit hinter den Erwartungen zurück.

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