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Preispolitik in der Post-Corona-Zeit Wie werden sich Mehrkosten auf die Raten auswirken?

Hoteliers setzen in der Post-Corona-Zeit auf den deutschen Inlandstourismus – das war das zentrale Ergebnis des “Virtual Open Table des Online-Vertriebsspezialisten QR”. Im Mittelpunkt stand auch die Frage nach einer nachhaltigen Preispolitik bei Wiedereröffnung.

Nathalie Sauter (Revenue Manager der Gorgeous Smiling Hotels), Peter Gärtner (Revenue Manager der ATLANTIC Hotels Management GmbH Bremen), Christian Marzi (Leitung Verkauf & Marketing ARVENA Hotels), Andreas Cordier (Inhaber Hotel Magnetberg Baden-Baden) und Stefan Wild (Geschäftsführer des Hotel im GVZ in Ingolstadt) diskutierten mit dem Team von Quality Reservations zur Bewertung der aktuellen Situation, Zukunftsperspektiven sowie den Strategien für das Re-Opening.

Übereinstimmung herrschte bei den Hoteliers zur Einschätzung der Entwicklung: Nach Lockerung bzw. Aufhebung der Einschränkungen wird das Businessgeschäft langsam anlaufen, MICE kommt erst deutlich später zurück. Die Rettung kann ein Leisure-Schub von Gästen aus dem Inland sein. Das Image von Sicherheit und das Vertrauen in die deutschen Urlaubsdestinationen zahlen sich jetzt aus. Vielleicht bedeutet das auch die Renaissance der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) oder zumindest der lokalen Tourismuszentralen als alternativer Vertriebsweg, der fachmännisch Auskunft über Destination und sichere Hotelpartner geben könnte. Allerdings fragte sich die Runde, inwieweit man Tourismuszentralen online fähig machen kann.

Wie werden sich die Mehrkosten auf den Zimmerpreis auswirken und werden Firmen und Gäste diese Preise akzeptieren?

Peter Gärtner sieht die ATLANTIC Hotelgruppe mit ihren Severin’s Hotels auf Sylt für die Post-Corona Zeit gut aufgestellt. Aktuell sind nur das ATLANTIC Grand Hotel Bremen und das ATLANTIC Hotel Vegesack geöffnet, in die alle Gäste umgebucht wurden. Eine differenzierte Re-Opening-Strategie verfolgt Christian Marzi von ARVENA. Er plant, die verschiedenen Märkte abhängig von den gesetzlichen und politischen Vorgaben zu bespielen und sich auf die sich zuerst öffnenden Märkte zu konzentrieren.

Das MICE-Geschäft wird sich nur langsam erholen und Konferenz-Formate werden sich verändern. Dieser Meinung ist auch Nathalie Sauter. 300 Konferenzgäste dicht an dicht in einem Tagungsraum wird es nach ihrer Einschätzung vorläufig nicht mehr geben. Ein Großteil der GS Hotelgruppe im In- und Ausland ist geschlossen. Ab Mai sollen die ersten Häuser in München wieder an den Start gehen.

Reisen über die Landesgrenzen werden noch einige Zeit nicht möglich sein und so konzertiert sich die GS Hotelgruppe auf die Reisen in Innerdeutschland. Ebenfalls ab Mai plant Andreas Cordier vom Hotel Magnetberg in Baden-Baden die Rückkehr zur Normalität. Sein Hotel ist für reine Übernachtung, ohne F&B-Angebot, buchbar und er kümmert sich selbst vor Ort um alles, während die Mitarbeiter in Kurzarbeit sind.

Veränderungen werden die Post-Corona Gäste erwarten und Unsicherheiten haben, so viel steht fest, meint Stefan Wild. Er überlegt schon heute, ob es die große Chance für Deutschland als Urlaubsland ist – denn Deutschland verkauft Vertrauen und Sicherheit – und was das speziell für das Hotel im GVZ bedeutet. Wird es künftig ein Frühstücksbüffet geben, oder wird jeder Gast am Tisch bedient? Braucht die Hotellerie ein Siegel für speziell desinfizierte Zimmer? Wie werden sich die Mehrkosten auf den Zimmerpreis auswirken und werden Firmen und Gäste diese Preise akzeptieren?

Einstimmig ist die Meinung über die Hotelpreise der Zukunft: Sie werden steigen müssen, damit sich das Hotellerie Business in Zukunft noch lohnt. Allerdings wissen die Profis aus Erfahrung auch, dass Firmen nach Wiederaufnahme der Reisetätigkeit versuchen werden, ihre Corporate Raten nach zu verhandeln und wünschen sich auch hier eine gemeinsame starke Haltung der Hotellerie.

Vertrauen und Sicherheit

Dieser Meinung schloss sich auch die QR-Geschäftsführerin Carolin Brauer an. Sie prognostiziert eine Marktbereinigung: „Die aktuelle Situation ist dramatisch: Die Hotels haben Kosten aber null Einnahmen. Nicht alle verfügen über ein ausreichendes finanzielles Polster und manche werden vom Markt gehen. Diese Situation ist zugleich eine Chance, insbesondere in Großstädten, wo sich das reduzierte Angebot positiv auf die Raten auswirken kann“. Aus Sicht der Vertriebsexpertin werden Gäste in Zukunft ihre Hotels nach veränderten Kriterien auswählen. Sicherheit und Vertrauen – aus Brauers Sicht die zentralen Aspekte in der Kommunikation mit den Gästen.

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